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Die COLLISION in Toronto ist die am schnellsten wachsende Tech-Convention Nordamerikas – und verbindet die spannendsten Tech-Ökosysteme weltweit. Die Metropole Ruhr präsentierte sich in diesem Jahr zum ersten Mal live in Toronto mit einem eigenen Stadt-der-Städte-Stand als führendes B2B-Ökosystem in Deutschland. Die Delegationsreise der BMR führte auch nach Pittsburgh in die USA.

Tempo, Dynamik, Selbstbewusstsein – diese Worte fielen in der Nachbetrachtung der zahlreichen Gespräche bei Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-up-Acceleratoren häufig. Toronto und Pittsburgh sind zwei Städte im Wandel und zeigen diesen Prozess offen. Für das Ruhrgebiet bieten sich sowohl zur kanadischen Tech-Metropole als auch zur ehemaligen US-Stahlstadt spannende Anknüpfungspunkte.

 

 

 

„Die immensen Herausforderungen unserer Zeit verlangen nach internationaler Kooperation. Wer die große Transformation durch Digitalisierung und nachhaltige Energie schaffen will, muss dort sein, wo Köpfe und Ideen sind. Kanada und die USA sind weltweite Technologieführer und unsere Partner – wir freuen uns, sie durch die Innovation Bridge North America noch stärker mit unseren Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu vernetzen."

- Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der Business Metropole Ruhr GmbH

Toronto hat sich in den vergangenen Jahren zur mitführenden nordamerikanischen Tech-Metropole entwickelt. Eine glitzernde Skyline, gebaut am Wasser des Lake Ontario, eine bunte Gesellschaft. Rund die Hälfte der jährlich rund 400.000 Einwanderer Kanadas siedelt sich im Großraum Toronto an. Offenheit bei gleichzeitig klaren Rahmenbedingungen ist ein Erfolgsfaktor, um gezielt Fachkräfte aus dem IT-Bereich anzuwerben. Umgerechnet 119 Millionen Euro zahlt laut AHK Toronto der kanadische Staat für die Abwerbung von ITlern aus aller Welt.

 

 

Scale up im Ruhrgebiet

Als Start-up Support bei der EWG ist es besonders spannend, sich über die Aktivitäten in internationalen Ökosystemen zu informieren und in den Austausch zu gehen. Die verschiedenen Inkubatoren und Programme zur Start-up Förderung in Toronto sind eine spannende Erfahrung für die Weiterentwicklung der Aktivitäten in Essen und der Metropole Ruhr.

- Tabea Lersmacher, Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Einblicke in die kanadische Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft gaben Institute und Acceleratoren wie das DMZ oder das Creative Destruction Lab, die wiederum selbst große Netzwerke in Kanada und den USA unterhalten. Umgekehrt stellte BMR-Geschäftsführerin Prof. Dr. Julia Frohne die Metropole Ruhr mit ihren Potenzialen vor.

Ganz wichtig der Auftritt auf der COLLISION CONFERENCE. „Scale up in Germany“ – der Fliegerjunge als Motiv des Matchnmaker.Ruhr auf dem Messetand sorgte für Aufsehen. Die Messe war mit 35.000 Anmeldungen ausverkauft und dabei sehr niederschwellig, temporeich und kommunikativ.

Genauso wie die Partner in Nordamerika kann auch die Metropole Ruhr mit großen Namen punkten. Volkswagen Infotainment GmbH, thyssenkrupp Information Management GmbH und FUNKE Medien präsentierten in der Masterclass der BMR auf der COLLISION in Toronto ihre Ansätze: Neue Mobilität, klimaneutrale Industrie und Digitalisierung von Geschäftsmodellen sind große Herausforderungen für die ganze Welt.

Es geht um die besten Talente aus aller Welt: Teamspirit und Ambition waren dabei für Tobias Nadjib, Volkswagen Infotainment GmbH, ganz wichtige Faktoren. Die Fähigkeit und die Lust auf Kollaboration betonte Heimo Krum für FUNKE. Wandel endet nicht.  Dr. Wolfgang Fendel, Managing Director von thyssenkrupp Information Management GmbH, stellte die Herausforderungen thyssenkrupps beim Klimaschutz, bei der nachhaltigen Produktion und der Digitalisierung vor.

 

Delegationsreise vernetzt Ökosysteme in Toronto und Pittsburgh mit der Metropole Ruhr

Die Chancen und Herausforderungen in Toronto sind unseren im Ruhrgebiet erstaunlich ähnlich. Deshalb ist der Austausch mit den Akteuren des Innovationsökosystems so wichtig: Wir können durch unseres Erfolgsstorys und Fehlern voneinander lernen. Danke an die BMR für diesen besonderen und inspirierenden Einblick.

- Dr. Britta Dombrowe, Initiativkreis Ruhr

Das klingt ja wie zuhause, nur auf Englisch. Die Beschreibungen und die gewählten Strukturwandel-Ansätze in Pittsburgh klangen wohlvertraut. Die Stadt war jahrzehntelang geprägt von Stahl und Kohle. Viele der Hochhäuser zeugen vom Wohlstand dieser Epoche. Noch 1983 lag die Arbeitslosigkeit bei 18,3 Prozent. Auch dieses Problem ist nun Geschichte. Pittsburgh hat sich bereits neu erfunden, trotzdem leitet sich vieles von der Geschichte ab. Robotik und Maschinenbau mit heute insgesamt 93.000 Jobs waren naheliegend, die Raumfahrtindustrie ist ein neuer Strang. Fokussierung war dabei hilfreich.

Man kennt sich. Dortmund pflegt bereits enge Beziehungen zu Pittsburgh, was nicht nur bei der German-American Chamber of Commerce betont wurde.

 

 

"Früher Stahl, heute Robotik: Pittsburgh und Dortmund verbindet Geschichte und Zukunft. In beiden Regionen ist Wissenschaft ein Treiber des Wandels. Pittsburgh hat früher angefangen, das Ruhrgebiet ist aber heute schon sehr gut aufgestellt. Das US-Beispiel zeigt, dass wir mit unserer Strategie zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dortmund und der Region Ruhrgebiet auf einen guten Weg sind.“

-  Frank Grützenbach, Wirtschaftsförderung Dortmund

B2B-und Wissenschaftsregion baut Innovation Bridge

Zentraler Baustein des Wandels sind die Hochschulen, deren Gründung bereits in den 1940er Jahren erfolgte als die vielen Hochöfen den Himmel noch rot färbten. Ein Vorsprung, der sich heute bemerkbar macht. Dazu erfolgten recht früh regionale Programme und Kooperationen mit allen Kommunen im County, wie die Allegheny Conference of Community Development unterstrich. 

Das Erbe der Stahlstadt wird dabei nicht schamhaft versteckt. Der Stolz darauf schwang durch alle Gespräche. Trotzdem wichtig: Im Vordergrund stand stets da Neue. So auch in der Mill19, eine langgezogene alte Stahlwerkshalle, die an die Jahrhunderthalle in Bochum erinnert. Außen das rostige Gerüst, innen modernste Büros und Labore.

 "Die Entwicklung des Technologieparks Mill 19 in Pittsburgh hat mich sehr beeindruckt. Der Austausch mit den Entwicklern des Projektes ist schon jetzt im vollem Gang."

- Diego Atienza, Technologiezentrum Dortmund

Energie war und ist der Treiber für die Entwicklungen im Ruhrgebiet wie auch in Pittsburgh, das immer noch von Bodenschätzen profitieren kann. Wasserstoff wird auch in den USA als Schlüssel der Lösung angesehen. Die BMR nutzte einen H2-Roundtable mit Energie- und Industrievertretern, um die Hydrogen Metropole Ruhr vorzustellen, die RVR und BMR im Mai 2022 gegründet haben. Die mitgereisten Vertreter von ThyssenKrupp, Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Duisburg Business & Innovation vertieften die Stärken unserer Region.  

 

 

Eindrücke von der Delegationsreise

Hintergrund

Die Business Metropole Ruhr hat 2021 die Innovation Bridge North America ins Leben gerufen, um die Unternehmen und die stark wachsende Technologieszene in der Region mit den Tech-Hotspots in den USA und Kanada zu vernetzen.  Eine wichtige Säule bilden dabei die Hochschulen, Forschungsinstitute und Technologiezentren als Treiber der Transformation. Erfolgreich wurden bereits Hydrogen-Start-ups aus Kanada mit der deutschen Industrie bei einem virtuellen Event im Februar 2022 gematcht.

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