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Daten & Fakten

Leitmarkt Mobilität

Sowohl die Automobilbranche als auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr haben im Zuge der Corona-Pandemie im gesamten Jahr 2020 erhebliche Einbußen verkraften müssen. Die Zahl der PKW-Neuzulassungen in Deutschland ging drastisch zurück (-35 % im ersten Halbjahr). Und auch die Fahrgastzahlen der Deutschen Bahn sanken im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 90 %, im ÖPNV lag die Auslastung bei 40 %.

Die Beschäftigungsauswirkungen auf den Leitmarkt sind dagegen durch keine deutlichen Rückgänge geprägt. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung der Metropole Ruhr liegt, wie im letzten Jahr, bei 10,4 %. Im Jahr 2020 waren 185.431 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in diesem Leitmarkt tätig. Den größten Beschäftigungsanteil hieran verbuchen die Teilmärkte Mobilitätsmanagement und Logistik (61,6 %) sowie die Mobilitätsdienstleistungen, zum Beispiel der Betrieb von Werkstätten und Agenturen (23,1 %). Regional weisen insbesondere Hamm, Hagen und der Kreis Unna, gemessen an dem Anteil der Beschäftigten an der Gesamtwirtschaft, eine deutliche Spezialisierung gegenüber den anderen Ruhr-Regionen und dem restlichen Bundesgebiet auf. Zwischen den Jahren 2019 und 2020 konnte der Leitmarkt einen Beschäftigungszuwachs von +0,4 % (+756 Beschäftigte) verzeichnen, womit das Wachstum stärker als im Landes- und Bundestrend ausfällt (-0,5 %; -0,1 %).

 

Der Leitmarkt

im Detail

185.431 (+0,4 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

13.495 (-0,2 %)

Unternehmen

29,92 Mrd. (+8,4 %)

Umsatz

Die Umsätze im Leitmarkt Mobilität entwickelten sich im Jahr 2018 wesentlich dynamischer als im Vorjahr (+8,4 %), während die Unternehmenszahl annährend gleichblieb (-0,2 %). Treibende Kraft für diese Entwicklung waren Umsatzsteigerungen in den benachbarten Dienstleistungen insbesondere im Handel mit Kraftwagen sowie im Groß- und Einzelhandel mit Kraftwagenteile und -zubehör. Die übrigen Teilmärkte konnten ebenfalls positive Umsatzzahlen verzeichnen, auch wenn die absoluten Zugewinne geringer ausfielen als in den benachbarten Dienstleistungen.

Abgesehen von den akuten Entwicklungen, deren Folgen die Branchen sicher noch einige Zeit spüren werden, war vor allem im Bereich Individualverkehr das Thema E-Mobilität weiterhin dominierend. So gab es etwa bei den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (inkl. Plug-in-Hybride) einen neuen Rekordwert zu verzeichnen. Der Marktanteil der ausschließlich oder teilweise batterieelektronisch betriebenen Fahrzeuge stieg dadurch innerhalb eines Jahres von 3% auf 13,5%. Diese rasante Entwicklung, die durch politische Impulse und Förderprogramme flankiert wird, macht die zunehmende Bedeutung alternativer Antriebssysteme für den Leitmarkt Mobilität deutlich.

Ein weiterer Trend, der sich 2020 verstärkt hat, ist die Tendenz zur Suburbanisierung, die zu einer steigenden Wohnraumnachfrage in den gut angebundenen Randgebieten der Groß-städte und Ballungszentren führt. Diese Entwicklung wurde durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen angetrieben, da der städtische Raum von vielen als Infektionsherd gesehen wurde und ländlichere Wohngegenden zudem in Zeiten von Kontaktvermeidung und „Lockdown“ mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in der Natur bieten. Bei einer zunehmenden Zersiedelung werden möglicherweise auch eine entsprechende Erweiterung des ÖPNV-Netzes bzw. die Steuerung eines stärkeren Pendlerverkehrs weiter an Relevanz gewinnen.

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