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Daten & Fakten

Leitmarkt Bildung und Wissen

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten zeit-weise geschlossen. Oftmals fand der Unterricht nur online statt. Die vollen Auswirkungen der Schließungen werden sich erst in den folgenden Jahren zeigen. Fest steht, dass die Ab-wesenheit der Kinder von Bildungseinrichtungen wie ein Katalysator auf die soziale Un-gleichheit gewirkt haben. Kinder aus Familien, welche sich keine Computer, Laptops oder Tablets leisten konnten, waren in dieser Zeit stark benachteiligt. Die Folgen der Online-Lehre können sich daher durch den gesamten Lebensverlauf ziehen. Mit Blick auf die Zu-kunft wurde der Politik gezeigt, wie wichtig eine fortschreitende Digitalisierung im Bildungs-sektor ist. Auch die Wichtigkeit von Plattformen, welche Internet-basiertes Lernen unter-stützen, wurde in der Pandemie deutlich. Dennoch können strenge datenschutzrechtliche Bestimmungen die Nutzung einiger Plattformen verhindern. Von daher sollte als Konse-quenz die Entwicklung neuer, datenschutzkonformer Plattformen und Lernangebote forciert werden.

Der Leitmarkt

im Detail

93.210 (+6,1 %)

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

3.052 (+1,8 %)

Unternehmen

1,36 Mrd.(+5,0 %)

Umsatz

Der Leitmarkt Bildung & Wissen verzeichnet den größten Beschäftigungszuwachs in der Metropole Ruhr. Im Jahr 2021 gingen in diesem Leitmarkt 93.210 Personen einer Beschäfti-gung nach. Der Großteil ist davon im Bereich der Schulen und Hochschulen (46,9 %) ange-stellt, wobei zu berücksichtigen ist, dass Beamte in der Beschäftigungsstatistik nicht erfasst werden. Mit einem Zuwachs von 5.334 Beschäftigten (+6,1 %) im letzten Jahr verlief das Wachstum wesentlich dynamischer als im Landes- oder Bundesvergleich (+4,5 %; +3,0 %). Dabei konnten alle Teilmärkte einen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leisten. Zudem entwickelten sich alle Teilbereiche im Beobachtungszeitraum dynamischer als der Landes- und Bundestrend. Regionale Schwerpunkte des Leitmarktes bestehen in Bochum, Herne und Dortmund.

Im Leitmarkt Bildung & Wissen ist die Differenz zwischen sozialversicherungspflichtig und nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am größten (Faktor 1,54). In diesem Leit-markt ist ein Grund die Verbeamtung. Beamte werden nicht in der Statistik der sozialversi-cherungspflichtig Beschäftigten erfasst. Da es vor allem im Bildungssystem viele Beamte gibt, beispielsweise Lehrer und Professoren, ist hier die Zahl der Erwerbstätigen wesentlich höher.

 

Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist im Leitmarkt Bildung & Wissen mit etwa 85% am höchsten, wobei die Hälfte von Akademikern gestellt wird. Dies ist der höchste Wert im Vergleich zu den übrigen Leitmärkten und zeigt, welche hohen qualifikatorischen Anforderungen mit einer Tätigkeit im Bildungsbereich einhergehen. Wie auch im Leitmarkt Gesundheit haben Frauen im Bil-dungssektor einen besonderen Stellenwert. Mit 65 % ist der überwiegende Teil der Beschäf-tigten im Leitmarkt weiblich. Der Anteil der ausländischen Beschäftigten ist in diesem Leit-markt am geringsten (7 %) und hat sich seit 2013 nur sehr geringfügig (+1 Prozentpunkt) verändert. Dies spiegelt möglicherweise die zentrale Bedeutung von Sprache bei der Ver-mittlung von Wissen und Kompetenzen wider, die eine Beschäftigungsaufnahme von Ausländern in vielen Bereichen des Leitmarktes erschweren.

Mit 3.052 aktiven Unternehmen und dem Gesamtumsatz von 1,36 Mrd. ist der Leitmarkt Bildungs- und Wissen der Kleinste in der Metropole Ruhr. Im Untersuchungszeitraum ist die Zahl der Unternehmen um 1,8 % und deren Gesamtumsatz um 5,0 % gestiegen.

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