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Investmentmarkt

1.787 Mrd. €

Transaktionsvolumen 2022

Gewerbliches Transaktionsvolumen

Der Investmentmarkt der Metropole Ruhr positioniert sich im Vergleich mit den sieben A-Städten im Jahr 2022 im unteren Mittelfeld. Er reiht sich, was das Transaktionsvolumen angeht, hinter Düsseldorf ein, liegt aber diesmal klar vor Köln und Stuttgart. Bei der segmentspezifischen Betrachtung des gewerblichen Investmentvolumens haben sich gegenüber 2021 einige Verschiebungen ergeben. Nachdem 2021 erstmals die Sammelkategorie Sonstige (Grundstückskäufe, Pflegeimmobilien, Hotels, Freizeit, etc.) den höchsten Umsatzanteil aufwies, lagen 2022 Büroimmobilien mit rd. 911 Mio. Euro Transaktionsvolumen vor Logistikimmobilien mit knapp 536 Mio. an der Spitze.

Nach einem dynamischen Jahresbeginn im ersten Quartal mit 772 Mio. Euro, ist die Transaktionsaktivität in Folge der veränderten Rahmenbedingungen auf den Kapitalmärkten und den damit verbundenen Unsicherheiten über die zukünftige Preisentwicklung stark eingebrochen (365 Mio. Euro im zweiten Quartal). Das immer noch relativ versöhnliche Gesamtergebnis ist zum einen auf das sehr umsatzstarke erste Quartal zurückzuführen und zum anderen auf die stützende Wirkung der eigenkapitalstarken Investoren, welche ihre Investitionstätigkeit nicht so stark eingeschränkt haben.

Ein Marktumfeld mit gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten, Leitzinserhöhung, geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie dem Dauerthema ESG stellt auch die Metropole Ruhr vor neue Herausforderungen. Neben Zinsumfeld, gesamtwirtschaftlicher Entwicklung, Inflation sowie Energie- und Baupreisen wird das Thema ESG den Immobilienmarkt in der Metropole Ruhr auch 2023 weiterhin beschäftigen. Die Preisfindung und Einordung von Immobilien wird sich noch stärker an den Nachhaltigkeitskriterien orientieren. Damit ist auch verbunden, dass der Anteil an Stranded Assets zunehmen wird. Dieses Themenfeld bietet gleichzeitig auch großes Marktpotenzial insbesondere für Akteure mit Kompetenz im Bereich Bestandsrevitalisierung. Prognosen für 2023 sind derzeit mit hoher Unsicherheit behaftet. Aktuell mehren sich die Anzeichen, dass zumindest das erste Halbjahr von Zurückhaltung und verhaltenem Transaktionsgeschehen gekennzeichnet sein wird. Die Preisfindungsprozesse in den einzelnen Assetklassen sind noch nicht abgeschlossen und lassen im Jahresverlauf weiter steigende Renditen erwarten.

 

 

Ausgewählte Transaktionen im Jahr 2022