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Die Übergabe des Förderbescheids an VoltH2 auf einer Bühne
Filter setzen Wasserstoff

Wasserstoff-Mobilität im Ruhrgebiet nimmt Fahrt auf

15.11.2023. Die H2-Mobilität im Ruhrgebiet nimmt Fahrt auf: In Anwesenheit des niederländischen Königs Willem-Alexander und des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst übergab Wirtschaftsministerin Mona Neubaur gestern Abend Förderbescheide über 15 Millionen Euro an VoltH2. Der niederländische Wasserstoffproduzent investiert in zwei Elektrolyseure in Essen und Gelsenkirchen, die aus Strom grünen Wasserstoff für LKW-Tankstellen produzieren werden.

Zum ersten Mal wird in Nordrhein-Westfalen die Investition eines niederländischen Unternehmens für die Produktion von grünem Wasserstoff für die Mobilität gefördert. Die beiden Elektrolyseure von VoltH2 sollen an verkehrsgünstigen Knotenpunkten ab 2024 realisiert werden und künftig 1.600 Tonnen Wasserstoff im Jahr herstellen.

Wasserstoff-Tankstellen für LKW im Ruhrgebiet

„Wir von VoltH2 haben uns ganz bewusst für die Produktion von grünem Wasserstoff im Ruhrgebiet entschieden. Wir erkennen hier nicht nur das Potenzial für eine nachhaltige Zukunft, sondern die Region bietet uns mit ihrer gut entwickelten Industrie auch die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft“, sagt André Jurres, Managing Director von VoltH2.

2Elektrolyseure
15 Mio.Euro Förderung
1.600Tonnen Wasserstoff

Förderantrag wird vom Bund als HyPerformer ausgezeichnet

Bund und Land hatten im April 2023 insgesamt 30 Millionen Euro Fördergeld für Wasserstoff-Infrastrukturprojekte in der Region vergeben. Der Förderantrag von Rhein-Ruhr ist vom Bund als einer der drei HyPerformer in Deutschland ausgezeichnet worden. VoltH2 erhält davon je 7,5 Millionen Euro für zwei Elektrolyseure. Der Förderantrag wurde unter der Federführung der Hydrogen Metropole Ruhr (HyMR), der gemeinsamen Koordinierungsstelle von Regionalverband Ruhr (RVR) und Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) für Wasserstoffaktivitäten im Ruhrgebiet, eingereicht.

„Die Förderung des Landes NRW ist ein wichtiges Signal, um die Investitionsbereitschaft in der Metropole Ruhr zu stärken und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. Mit solch erfolgversprechenden Projekten wollen wir Wasserstoff als Energieträger im Verkehrssektor etablieren. So kann Klimaneutralität Schritt für Schritt Realität werden.“

Karola Geiß-NetthöfelRegionaldirektorin, Regionalverband Ruhr

König Willem-Alexander informiert sich über H2-Projekte im Ruhrgebiet

Der niederländische König war bereits am Vormittag in der Metropole Ruhr unterwegs und informierte sich bei verschiedenen Unternehmen und Institutionen über Wasserstoffprojekte. Zu seinen Stationen gehörte der Chemiepark Marl. Dort werden in einer innovativen Versuchsanlage unter Einsatz von unter anderem Wasserstoff und Kohlendioxid neue Chemikalien produziert. Im Zentrum für Brennstoffzellen-Technik (ZBT) in Duisburg sprach König Willem-Alexander mit Fachleuten über die Entwicklung von Brennstoffzellen, Testanlagen für das Befüllen von Wasserstofftanks und wasserstoffbetriebene Autos. Im Duisburger Hafen duisport besichtigte er das weltweit erste wasserstoffbetriebene Binnenschiff. Bis 2026 sollen zwischen Rotterdam, Duisburg und Köln zehn solcher Binnenschiffe verkehren. Die Niederlande gelten als Vorreiter beim Thema Wasserstoff.

Bei einem Abendessen mit Matchmaking-Event im Landschaftspark Duisburg-Nord trafen sich neben König Willem-Alexander, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur auch 45 niederländische, deutsche und spanische Akteure aus dem Wasserstoffsektor mit dem Ziel, den Bau eines europäischen Wasserstoffnetzes zu beschleunigen.

„Die Investition von Unternehmen wie VoltH2 in unserer Region stärkt das Vertrauen in den Wasserstoffstandort Ruhrgebiet. Die Ansiedlung mit der Förderung zeigt, wie Wirtschaft und Kommunen in enger Zusammenarbeit erfolgreich und aktiv zur Umsetzung unserer Vision beitragen, Deutschlands Wasserstoff-Modellregion zu werden.“

Prof. Dr. Julia FrohneVorsitzende der Geschäftsführung, Business Metropole Ruhr

VoltH2 fasst mit Standorten in Essen und Gelsenkirchen im Ruhrgebiet Fuß

VoltH2 spezialisiert sich auf die Entwicklung und den Betrieb von grünen Wasserstofffabriken in Europa:

  • Die ersten zwei Produktionsanlagen werden derzeit in Vlissingen und Terneuzen (Niederlande) entwickelt und sollen im Jahr 2025 in Betrieb gehen.
  • Eine dritte Anlage wird seit 2022 innerhalb des Groningen Seaports gebaut.
  • Anfang 2023 begann VoltH2 mit der Entwicklung einer Wasserstoffanlage in Wilhelmshaven.

Mit den Standorten in Essen und Gelsenkirchen will das Unternehmen im Ruhrgebiet Fuß fassen.