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Durch die Förderung von Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) und die Vernetzung mit anderen Branchen möchte die Business Metropole Ruhr (BMR) Cross-Innovationen fördern. Aufgrund ihrer hohen Innovationskraft spielt hier die KKW als Innovationsmotor eine besondere Rolle.

Studie zur Analyse der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr

Die BMR erhebt regelmäßig Zahlen, Daten und Fakten zur Region und hat auch eine Studie zur Analyse der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) in der Metropole Ruhr beim Planungsbüro STADTart in Auftrag gegeben. Ziel war es, die Beschäftigungs- und Umsatzzahlen sowie Verteilung der Kultur- und Kreativunternehmen zu analysieren. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.

Ergebnisse der Studie zum Download

Günstige Rahmenbedingungen in der Metropole Ruhr

Neben der Anzahl an Unternehmen der KKW im Ruhrgebiet sind insgesamt auch die erzielten Umsätze der Branche gestiegen. Von 2012 bis einschließlich 2019 sind die Umsätze in der Metropole Ruhr um eine Milliarde Euro auf 7,1 Milliarden Euro (+16 Prozent) angewachsen. Die Anzahl der Betriebe ist um 3 Prozent gestiegen. Die Corona-Pandemie hat bis Mitte des Jahres 2021 nur unwesentlich zu Rückgängen bei den Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geführt und damit war die Metropole Ruhr nicht so stark betroffen wie befürchtet. Die Zahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mit 0,4 Prozent im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 nur geringfügig gesunken.
 

Entwicklung der KKW nach Teilmärkten

Die bedeutendsten Teilmärkte hinsichtlich der Anzahl der steuerpflichtigen Betriebe sind die Designwirtschaft, der Werbemarkt und der Bereich Software und Games. Die Region bietet insbesondere für den Strukturwandel von analogen zu digitalen Formaten günstige Rahmenbedingungen. Dies verdeutlicht die wachsende Zahl an Unternehmen aus der Software- und Games-Industrie (+31 Prozent). Dieser Teilmarkt zeigt angesichts der weltweit weiter voranschreitenden Digitalisierung vieler Lebens- und Wirtschaftsbereiche sehr günstige Entwicklungsaussichten. Er erreichte sogar eine Umsatzsteigerung von 91 Prozent. Damit ist er der Gewinner des digitalen Wandels und auch während der Corona-Pandemie überdurchschnittlich gewachsen.

Handlungsempfehlungen für das Ruhrgebiet

Aus der Studie „Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr 2022 – Prognosen, Perspektiven, Potenziale“ haben sich Handlungsempfehlungen für das Ruhrgebiet abgeleitet. Deswegen hat die BMR in einem ersten „World Café“ verschiedene Akteure aus Organisationen, Wirtschaftsförderungen, Wissenschaft mit Start-ups und Unternehmen aus der KKW zusammengebebracht.

Beim „World Café“ im workspace a81 in Essen haben die Teilnehmenden über Perspektiven und Impulse der Branche diskutiert. Inspirierend waren dabei die drei Best-Practice-Regionen Greater Manchester, Linz-Oberösterreich und Rhein-Neckar. Vertreter aus den Regionen haben per Video ihre Leuchtturm-Projekte vorgestellt. Cross-Innovationen, Co-Governance und Netzwerken in der Kreativwirtschaft sind Themen, die die KKW bewegen. Ziel ist es, zukünftig die KKW in der Metropole Ruhr weiter zu vernetzen und mit vereinten Kräften für eine engere Zusammenarbeit zu begeistern, um die Potenziale branchenübergreifend besser auszuschöpfen und die Stärken zu kommunizieren.

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