Auf dem ehemaligen Gelände WERK II der MAN GHH in Oberhausen-Sterkrade entsteht ein neues Gewerbegebiet. Realisiert wird das Projekt durch die Investorengemeinschaft Stadtsparkasse Oberhausen und PLASSMEIER & PTNs, die gemeinsam die „Grüner Gewerbepark Gute Hoffnung GmbH & Co. KG“ gegründet haben. Bis zu 23 Grundstücke sollen auf dem 88.000 m² großen Gelände nach individuellem Zuschnitt entstehen. Norbert Dosiehn, stellt den aktuellen Stand des Projektes vor.
Warum hat der Gewerbepark Gute Hoffnung Modellcharakter?
Der geplante Grüne Gewerbepark Gute Hoffnung in Oberhausen besitzt Modellcharakter, weil er eine 8,8 Hektar große Industriebrache in ein hochmodernes, klimaresilientes und multifunktionales Stadtquartier transformiert. Er setzt neue ökologische und gestalterische Maßstäbe durch die direkte Verschmelzung von wirtschaftlicher Nutzung und intensivem Umweltschutz.
Was macht den Gewerbepark besonders nachhaltig?
Eine ganze Reihe von Maßnahmen soll das Gelände klimaanpassungsfähig und nachhaltig machen. Insbesondere das durch die Emschergenossenschaft geförderte innovative Regenwassersystem: Es besteht aus naturnah gestalteten Entwässerungsmulden mit Nutzung zur Bewässerung der Bepflanzung und Vermeidung von Ableitung von Regenwasser in den Kanal.
Maßnahmen zum Klimaschutz
• Geringer Versiegelungsgrad: Fokus auf den Erhalt natürlicher Oberflächen und die Minimierung versiegelter Flächen zur Verringerung von Hitzeinseln.
• Innovative Abwassersysteme: Einsatz moderner, nachhaltiger Konzepte für das Regenwassermanagement.
• Moderne Mobilitätskonzepte: Fokus auf emissionsarme Verkehrslösungen und Unterstützung der E-Mobilität
• Bessere Anbindung: Schaffung neuer öffentlicher Fuß- und Radwegeverbindungen, beispielsweise durch übergeordnete Radwegeverbindungen zum Sterkrader Bahnhof und weiterer Ziele in Dinslaken und Duisburg.
• Multifunktionaler Lebensraum: Verbindung von Arbeitsstätten für kleine und mittlere Unternehmen mit öffentlichen Freiräumen.
• Hohe Aufenthaltsqualität: Anlage von naturnah gestalteten Umfeldern mit Kurzzeiterholungsfunktionen für Beschäftigte.
• Integriertes Wohnen: Ergänzung des Areals durch einen separaten, grünen Wohnpark an der Ackerfeldstraße.
Welche Unternehmen möchten Sie mit dem Gewerbepark ansprechen?
Die Flächen sollen insbesondere produzierende Unternehmen aber auch Handelsunternehmen oder Dienstleister ansprechen. Nicht angesiedelt werden Einzelhandel, Autohäuser, Tankstellen, Waschanlagen, Rechenzentren, Batteriespeicher sowie die üblichen ausgeschlossenen Nutzungen – zum Beispiel Spielhallen.
Welche Bedeutung hat das Projekt für die Region?
Aufgrund der aktuell schlechten Verfügbarkeit von Gewerbeflächen im gesamten Ruhrgebiet ist es insbesondere für die Stadt Oberhausen wichtig, ansiedlungswilligen Unternehmen ein Angebot machen zu können. Die Entwicklung von Gewerbeflächen ist demnach sehr relevant für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.
Die Sicherung des Standortes für bereits ortsansässige Unternehmen sowie der Zuzug von Unternehmen aus den benachbarten Städten soll auf dem Gelände circa 300 Arbeitsplätze sichern oder neu schaffen. Daraus folgen positive Impulse für Zulieferer, Handel und Dienstleister im Umfeld der Gewerbebetriebe.
Welche Meilensteine stehen als Nächstes an?
Das Planungsrecht für den Grünen Gewerbepark Gute Hoffnung soll zum Jahresende 2026 vorliegen. Die Planung und Ausschreibung der Zufahrtsstraßen erfolgt ab Herbst 2026. Der Vertriebsstart mit Kick-off in Politik und Wirtschaft wird im Oktober sein, die Vorbereitungen laufen bereits.






