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So funktioniert's:
- PDF herunterladen, ausdrucken und zum nächsten Meeting/Webinar mitnehmen
- Jedes Mal, wenn eine Abkürzung im Gespräch fällt: Kästchen ankreuzen
- Wer eine Reihe voll hat (auch diagonal), ruft - still oder laut - BINGO!
- Für alle, die mehr als nur abhaken wollen: QR-Code scannen - dort gibt es zu jedem Begriff eine kurze, verständliche Erklärung
- Nachhaltigkeits-Bingo-Karte: Die Bingo-Karte hier als PDF einfach herunterladen (ca. 900 kB)
Der Ernst hinter dem Spiel
Was augenzwinkernd beginnt, soll vor allem eines: Komplexität auflösen. Denn hinter jeder Abkürzung steckt eine Herausforderung – und eine Chance. Damit Sie nicht nur mitsprechen, sondern auch mitgestalten, laden wir jeden letzten Mittwoch im Monat zur Green Deal-Sprechstunde ein, um mit uns Ihre Fragen und Maßnahmen zu besprechen.
Abkürzungen und deren Erklärung
C2C
Cradle to Cradle beschreibt ein Konzept für vollständig zirkuläre Produkte, die am Ende ihres Lebenszyklus wieder vollständig in technische oder biologische Kreisläufe zurückgeführt werden. Es steht für Ökoeffektivität statt nur Effizienz.
CBAM
Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism) bepreist CO₂-Emissionen von Importprodukten. Ziel ist fairer Wettbewerb und Klimaschutz zugleich.
CEAP
Der Circular Economy Action Plan ist die EU-Strategie für eine ressourcenschonende, kreislauffähige Wirtschaft. Er umfasst neue Anforderungen an Produkte, Design und Recycling.
CSDDD
Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive soll menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten EU-weit regeln. Sie erweitert das LkSG auf europäischer Ebene.
CSRD
Die Corporate Sustainability Reporting Directive verpflichtet Unternehmen zu umfassender Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie ersetzt die bisherige NFRD und betrifft ab 2025 auch viele mittelständische Firmen. Durch die Omnibus-Verordnung soll die Berichtspflicht jedoch entbürokratisiert und für weniger Unternehmen zur Pflicht werden bzw. erst später zum Tragen kommen.
DNK
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex bietet einen freiwilligen Rahmen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Er wird oft von KMU als Einstieg genutzt.
DPP
Der Digital Product Passport soll Transparenz über Herkunft, Materialzusammensetzung und CO₂-Fußabdruck von Produkten schaffen. Ziel ist eine zirkuläre Wirtschaft mit nachvollziehbaren Lieferketten.
EnEfg
Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) - Merkblatt hier zum Download - verpflichtet große Unternehmen zu Energieeinsparplänen. Es ist Teil der deutschen Antwort auf die EU-Energieeffizienzrichtlinie.
EPD
Die Environmental Product Declaration ist eine standardisierte Umweltproduktdeklaration. Sie liefert objektive Daten zu den Umweltwirkungen von Baustoffen oder Produkten.
ESG
ESG steht für Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Diese Kriterien gewinnen in Investitionen, Regulierung und Unternehmensstrategien an Bedeutung.
ESPR
Die Ecodesign for Sustainable Products Regulation soll Produkte nachhaltiger, reparierbarer und langlebiger machen. Sie ist ein zentrales Element des CEAP.
ESRS
Die European Sustainability Reporting Standards legen konkret fest, was Unternehmen im Rahmen der CSRD berichten müssen. Sie definieren messbare Anforderungen zu Themen wie Klimaschutz, Biodiversität oder Arbeitsbedingungen.
EUDR
Die EU-Entwaldungsverordnung (EU Deforestation Regulation) verpflichtet Unternehmen nachzuweisen, dass Produkte, die in der EU verkauft werden, nicht zur Entwaldung oder Waldschädigung beitragen. Sie betrifft Unternehmen, die Rohstoffe wie Kaffee, Soja, Palmöl, Kautschuk oder Holz in ihrer Lieferkette nutzen und tritt am 30. Dezember 2025 in Kraft.
F2F
Die Farm to Fork-Strategie ist Teil des Green Deals und zielt auf nachhaltige, gesunde und faire Lebensmittelsysteme. Sie umfasst z. B. weniger Pestizide und mehr Biodiversität.
GRI
Die Global Reporting Initiative ist einer der ältesten und weltweit am meisten verbreiteten Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung. Viele Unternehmen nutzen GRI freiwillig – oder als Ergänzung zur CSRD.
GWP
Das Global Warming Potential (Treibhauspotenzial) vergleicht die klimaschädliche Wirkung verschiedener Treibhausgase über einen Zeitraum von 100 Jahren. Kohlendioxid wird hierfür als Referenzwert (1) angegeben und andere Gase, wie z.B. Methan, Lachgas und FCKW, in Relation gesetzt (Methan hat etwa eine ca. 28 Mal stärkere Wirkung als CO₂). Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Wirkung der Gase als CO₂-Äquivalent angegeben (CO₂e).
IFRS
Die International Financial Reporting Standards beinhalten mit IFRS S1 und S2 neue globale Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und sollen eine einheitliche, vergleichbare und transparente Darstellung sicherstellen. Sie werden auch in Europa relevant.
LCA
Die Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment) oder auch Ökobilanz bewertet die gesamten Umweltwirkungen eines Produktes in verschiedenen Wirkungskategorien (z.B. Klimawandel, Versauerung, Landnutzung etc.) – von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Sie ist Grundlage für viele Nachhaltigkeitsentscheidungen und deutlich komplexer als der reine CO₂-Fußabdruck
LkSG
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verpflichtet Unternehmen, Menschenrechte und Umweltstandards entlang ihrer Lieferkette zu beachten. Es gilt seit 2023 in Deutschland.
Omnibus
Die sogenannte Omnibus-Richtlinie ist eine Sammelnovelle zur CSRD, die neue Schwellenwerte und Klarstellungen bringt. Sie betrifft v. a. Mittelstand und KMU. Mehr dazu in unserem Artikel “Die neue Omnibus-Richtlinie: Was steckt dahinter”.
PCF
Der Product Carbon Footprint misst den CO₂-Fußabdruck eines Produkts entlang seines gesamten Lebenszyklus. Er ist essenziell für Klimabilanzen und Ökodesign.
SBTi
Die Science Based Targets initiative hilft Unternehmen, wissenschaftsbasierte Klimaziele zu setzen. Die Ziele orientieren sich am 1,5-Grad-Pfad.
SDG
Die 17 Sustainable Development Goals der UN definieren globale Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie reichen von Klimaschutz bis Geschlechtergerechtigkeit.
VSME
Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed Small and Medium-sized Enterprise – der VSME-Standard ist speziell auf die Bedürfnisse von kleinen oder mittelständischen Unternehmen (KMU) zugeschnitten, die nicht unter die Berichtspflicht der CSRD fallen, aber für Kunden- oder Lieferantenanforderungen ihre Nachhaltigkeitsleistungen dokumentieren und kommunizieren möchten. Wie diese Vereinfachung hilfreich für den Mittelstand sein kann, lesen Sie hier.
Noch Fragen? Die beantworten wir in der Green Deal Sprechstunde!
Greentech.Ruhr bietet an jedem letzten Mittwoch im Monat von 08:30 bis 09:15 Uhr eine Sprechstunde mit Dr. Martin Bethke an. Stellen Sie direkt Fragen zur Umsetzung, Bedeutung und Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien für Ihr Unternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.
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