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Daten & Fakten

Leitmarkt Industrieller Kern & unternehmerische Dienste

Etwa 18,4 % der Beschäftigten der Metropole Ruhr entfallen auf den industriellen Kern & die unternehmerischen Dienste, damit fällt der Anteil etwas geringer aus als im Vorjahr (18,9 %). Parallel sind auch die Beschäftigungszahlen leicht zurückgegangen (-0,8 %; -2.640 Beschäftigte). Grund hierfür ist ein Beschäftigungsabbau bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (-5.188; -2,9 %) der dem Bundes- sowie Landestrend folgt (-1,7 %; -2,2 %).

Gemessen am Beschäftigungsanteil des Leitmarktes sind die unternehmensnahen Dienstleistungen (53,0 %) ein besonders starker Wirtschaftsbereich. Die Teilmärkte Werkstoffe und Materialien (+1,7 %) sowie Maschinen und Prozesse (+1,7 %) haben sich im Vergleich zum Vorjahr wesentlich positiver entwickelt, konnten aber die Beschäftigungsdefizite im Leitmarkt nicht komplett aufwiegen.

Regional weisen der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Duisburg und Hagen, gemessen an dem Anteil der Beschäftigten an der Gesamtwirtschaft, eine deutliche Spezialisierung gegenüber den anderen Ruhr-Regionen und dem Bundeswert auf.

Der Leitmarkt

im Detail

327.699 (-0,8%)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

20.966 (-0,6%)

Unternehmen

70,14 Mrd. € (-4,8%)

Umsatz

Mit 70,14 Mrd. Euro Gesamtumsatz im Jahr 2017 ist der Leitmarkt Industrieller Kern & Unternehmerische Dienste im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr der umsatzstärkste Leitmarkt. Der größte Teil des Umsatzes (etwa 73 %) wird durch 11 % der Unternehmen des Teilmarktes Werkstoffe und Materialien erwirtschaftet.

Das liegt vor allem daran, dass sich über 150 Jahre im Ruhrgebiet eine industrielle und gesellschaftliche Monostruktur aufgebaut hat, die zum Teil stark auf die Bedürfnisse der Montanindustrie ausgerichtet war und in starker Abhängigkeit zu der Fördermenge von Kohle und den Produktionszahlen der Eisen- und Stahlindustrie stand. Bis 2018 wurde im Ruhrgebiet noch Steinkohle abgebaut. Mit der Schließung des letzten Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop und der Einstellung der Kohle-Subventionen war diese Ära endgültig vorbei. 

Aktuell steht der Stahlstandort Metropole Ruhr vor großen Herausforderungen, denn die europäische Stahlindustrie leidet schon seit Jahren an den Überkapazitäten im Markt. Das schlägt sich auch auf die Umsatz- und Unternehmensentwicklung im Leitmarkt nieder (Umsatz: -4,8 %, Unternehmen: -0,6 %). Der Großteil des Umsatzrückgangs ist auf den Teilmarkt Werkstoffe und Materialien und hier insbesondere auf die Bereiche Herstellung chemischer Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärformen und auf die Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen zurückzuführen. Das zeigt, dass die Metall- und Chemieindustrie bzw. Grundstoffindustrien immer noch einen großen Anteil an der Wirtschaftsleistung der Metropole Ruhr haben und das Wirtschaftswachstum insbesondere im Leitmarkt Industrieller Kern & Unternehmerische Dienstleistungen stark beeinflussen.

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