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Daten & Fakten

Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen

Im Jahr 2020 ist der Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen durch positive Wirtschaftskennzahlen gekennzeichnet, allerdings ist das Wachstum nicht so stark wie noch im Jahr 2019. Etwa 11,6 % der Beschäftigten der Metropole Ruhr entfallen auf diesen Leitmarkt. Gemessen am Beschäftigungsanteil des Leitmarktes kommen den bauspezifischen Dienstleistungen, darunter dem Handel, der Vermietung und der Verwaltung (46,7 %) sowie dem Ausbaugewerbe (33,8 %) eine besondere Relevanz zu.

Regionale Spezialisierungen bestehen in den Städten Oberhausen, Bottrop, Herne und Gelsenkirchen. Im Betrachtungszeitraum 2019 bis 2020 stieg die Zahl der Beschäftigten um 2.617 Personen (+1,3 %) auf 205.972 Beschäftigte an. Das Wachstum verlief damit in der Metropole Ruhr und in Nordrhein-Westfalen (jeweils 1,3 %) dynamischer als im bundesweiten Vergleichsraum (+0,4 %). Bis auf den Bereich Prozesse, Werkstoffe, Materialien (-2,2 %) konnten alle Teilmärkte positive Zahlen im Beschäftigungsaufbau verzeichnen.

Der Leitmarkt

im Detail

205.972 (+1,3 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

40.272 (+1,3 %)

Unternehmen

42,04 Mrd. (+9,6 %)

Umsatz

Im Jahr 2018 waren in der Metropole Ruhr mit Abstand die meisten Unternehmen im Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen tätig (40.272 Unternehmen). Zudem konnte der Leitmarkt im Vergleich zu den anderen Leitmärkten die drittstärkste Umsatzentwicklung vorzeigen (+9,6 %). Grund für die positive Entwicklung ist der Teilmarkt der benachbarten Dienstleistungen (+11,0 %), insbesondere die Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Grundstü-cken, Gebäuden und Wohnungen. Zudem hat sich die Unternehmenszahl (+1,3 %) im Vergleich zum Vorjahr im gesamten Markt leicht erhöht. Vergleicht man die prozentuale Umsatzsteige-rung hat sich der Teilmarkt Prozesse, Werkstoffe, Materialien: Maschinen und Werkzeuge (+40,5 %) am dynamischsten entwickelt, insbesondere Unternehmen, die Bau- und Baustoff-maschinen herstellen verzeichneten starke Umsatzgewinne.

Der zunächst prognostizierte Nachfragerückgang auf dem Immobilienmarkt im Zuge der Corona-Pandemie ist ausgeblieben: 2020 stiegen die Preise für Eigentum und Miete weiter an, die Nachfrage nach Wohnraum auch im städtischen Raum bleibt hoch4. Dennoch haben die Pandemie und die Maßnahmen, die zu ihrer Eindämmung ergriffen wurden, einige Veränderungen bewirkt, deren langfristige Auswirkungen auf die Wohnraumnachfrage zum Teil bereits absehbar sind. Insbesondere ist hier der Trend zum vermehrten Arbeiten von zu Hause aus zu nennen, der sich jüngsten Erhebungen zufolge auch nach dem Ende der Pandemie fortsetzen könnte. Dadurch verändern sich die Ansprüche an den privaten Wohnraum: Es werden tendenziell größere Wohnungen benötigt, um Arbeiten und Wohnen kombinieren zu können. Auch Ausstattungsmerkmale wie Balkon oder Garten gewinnen an Bedeutung, wenn mehr Zeit daheim verbracht wird. Zudem könnte mittel- und langfristig der Bedarf an kleinen Zweitwohnungen für Berufspendler sinken.

Auf der anderen Seite wird, je mehr Menschen dauerhaft von zu Hause arbeiten, der Flächenbedarf von gewerblich genutzten Büroräumen tendenziell zurückgehen. In diesem Fall wäre denkbar, dass in Zukunft bei der Schaffung neuer Wohnflächen im urbanen Raum auch die Umnutzung von Büroflächen eine größere Rolle spielen wird. Generell hat sich zudem gezeigt, dass sich der Wunsch nach naturnahem Wohnen und somit der Trend zur Suburbanisierung fortsetzt und durch die Corona-Pandemie weiteren Anschub er-halten hat. Der Leitmarkt Bauen und Wohnen wird daher auch zukünftig eine wichtige wirtschaftliche Größe in der Metropole Ruhr bleiben – möglicherweise aber mit anderen Schwerpunkten.

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