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Daten & Fakten

Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen

Im Jahr 2021 ist der Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung gekennzeichnet. Das Wachstum ist stärker als im Jahr 2020. Etwa 11,6 % der Beschäftigten der Metropole Ruhr entfallen auf diesen Leitmarkt. Gemessen am Beschäftigungsanteil des Leitmarktes kommen den bauspezifischen Dienstleistungen, darunter dem Handel, der Vermietung und der Verwaltung (46,0 %) sowie dem Ausbaugewerbe (34,5 %) eine besondere Relevanz zu. Regionale Spezialisierungen bestehen in den Städten Oberhausen, Bottrop und Herne. Im Betrachtungszeitraum 2020 bis 2021 stieg die Zahl der Beschäftigten um 5.041 Personen (+2,5 %) auf 208.961 Beschäftigte an. Das Wachstum verlief damit in der Metropole Ruhr dynamischer als im bundes- und landesweiten Vergleich (+2,0 %; +2,4 %). Bis auf den Bereich Prozesse, Werkstoffe, Materialien (-9,7 %) konnten alle Teilmärkte positive Zahlen in der Beschäftigungsentwicklung verzeichnen.

Der Leitmarkt

im Detail

208.961 (+2,5 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

40.551 (+0,7 %)

Unternehmen

42,53 Mrd. (+1,1 %)

Umsatz

Im Leitmarkt arbeiten 73 % der Beschäftigten in Vollzeit, dieser Anteil entspricht in etwa dem Durchschnitt in den Leitmärkten insgesamt (71 %). Eine abgeschlossene Berufsausbil-dung haben 64 % der Beschäftigten. Davon verfügen 90 % über einen anerkannten Berufs-abschluss und 10 % über einen akademischen Abschluss. Von den Personen, welche einen anerkannten Berufsabschluss haben, verfügen 8 % über einen Meister, Techniker oder einen gleichwertigen Abschluss. Der Anteil von Frauen im Leitmarkt ist mit 30 % in der Metropole Ruhr recht gering, liegt aber einen Prozentpunkt über dem Vergleichswert für Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Der Anteil der ausländischen Beschäftigten ist dafür vergleichsweise hoch (20 %), er ist seit 2013 um 9 Prozentpunkte angestiegen. Die absolute Anzahl an ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten (49.141) ist in diesem Leitmarkt am höchsten.

 

Im Leitmarkt Bauen & Wohnen waren im Jahr 2019 mit Abstand wieder die meisten Unternehmen registriert (40.551 Unternehmen). Getragen wird dieser Entwicklung vor allem durch die Teilmärkte Baugewerbe (+6,3 %) und Ausbaugewerbe (+4,6 %) wie Bau von Wohngebäuden, Abbrucharbeiten, Vorbereitende Baustellenarbeiten, Elektroinstallationen, Elektroinstallationen, Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallationen.

In der Metropole Ruhr ist Urbanes Bauen und Wohnen ein zentrales Element der Stadtent-wicklung. So entstehen 3.000 Wohneinheiten in Duisburg-Wedau. In direkter Wasserlage wird bezahlbarerer Wohnraum für Familien gebaut. Es werden sowohl Geschosswohnungen als auch Eigenheime errichtet. Zudem werden geförderte Wohnungen untergebracht. Trotz der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen, wollen Menschen nach wie vor in urbanen Lagen wohnen.

Eine weitere zentrale Veränderung durch die Pandemie ist das Arbeiten von zu Hause. Seit nun fast zwei Jahren arbeiten viele Arbeitnehmer nur noch tageweise in den Unternehmen. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch nach Corona fortsetzen. Einige große Firmen gaben bereits nach kurzer Zeit an, die Büroflächen langfristig reduzieren zu wollen. Dies kann Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt haben. So werden eventuell größere Woh-nungen nachgefragt, um die verschiedenen Funktionen der Wohnung räumlich trennen zu können.  

Nicht nur der Industrielle Kern & die Unternehmerischen Dienste sind von einem Wandel betroffen. Auch der Leitmarkt Urbanes Bauen & Wohnen sollte klimaschonender agieren. So wird davon ausgegangen, dass etwa 40 % des CO2 Ausstoßes weltweit vom Bausektor ver-ursacht werden. Zudem ist die Baubranche für etwa die Hälfte des Abfalls jedes Jahr in Deutschland verantwortlich. Hier könnten Kooperationen mit Unternehmen aus dem Leitmarkt Ressourceneffizienz eine Lösung sein, um den CO2-Ausstoß zu senken.

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