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Daten & Fakten

Leitmarkt Ressourceneffizienz

Ein schonender, möglichst effizienter Umgang mit Rohstoffen und anderen Ressourcen ist inzwischen zu einem zentralen Thema in Politik und Wirtschaft avanciert. Im Bereich der Energiegewinnung etwa setzte sich 2020 der Trend zu Erneuerbaren Energien bundesweit fort, wobei insbesondere bei Solar- und Offshore-Windenergie starke Zuwächse verzeichnet wur-den.910Dies zeigt sich bei einer näheren Betrachtung des Leitmarktes insbesondere bei den Umsätzen. Besondere Schwerpunkte bestehen mit etwa einem Drittel aller Beschäftigten in der Energieerzeugung und -verteilung. 81.787 Beschäftigte waren im Jahr 2020 im Leitmarkt Res-sourceneffizienz tätig, was einem Anteil von 4,6 % an der Gesamtbeschäftigung der Metropole Ruhr entspricht.

 

Im Leitmarkt

im Detail

81.787 (+0,9 %)

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

6.818 (+0,3 %)

Unternehmen

80,52 Mrd. (+7,8 %)

Umsatz

Mit einem Standortkoeffizienten von 1,4 verfügt die Metropole Ruhr im Leit-markt Ressourceneffizienz in Deutschland über eine starke Spezialisierung. Der Leitmarkt Ressourceneffizienz konnte im Betrachtungszeitraum 702 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse (0,9 %) aufbauen. Der Großteil der Teilmärkte hat an Beschäftigung gewonnen. Insbesondere der Bereich Energieerzeugung und -verteilung (+31,9 %) hatte eine starke Beteiligung bei dem Beschäftigungsaufbau. Die Teilmärkte Maschinen und Materialien (-50,0 %) und Wasserwirtschaft (-7,4 %) dämpften die Dynamik zum Teil erheblich. Das Wachstum der Metropole Ruhr im Leitmarkt Ressourceneffizienz liegt dadurch hinter den Landes- und Bundestrends (+2,1 %; +2,1 %).

Im Jahr 2018 ist der Leitmarkt Ressourceneffizienz mit 80,52 Mrd. Euro der zweitumsatzstärkste Leitmarkt der Metropole Ruhr und konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 7,8 % verzeichnen. Die Anzahl der Unternehmen blieb auf einem stabilen Niveau (+0,5 %). Ausschlaggebend für das Umsatzplus waren positive Entwicklungen insbesondere in den Wirtschaftszweigen Elektrizitätsversorgung, Gaserzeugung mit Fremdbezug zur Verteilung und im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen, Altmaterialien und Reststoffen.

Zusätzlich zu den Aspekten der Energieerzeugung stehen jedoch zunehmend auch Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens auf der politischen Agenda. So verankerte etwa die EU das Ziel einer „circular economy“ in Form eines eigenen Aktionsplans in ihrem „Green Deal“, der Ende 2019 vorgestellt wurde. Auf Landesebene legte das nordrhein-westfälische Umweltministerium im November 2020 zudem das 10 Millionen Euro umfassende Sonderprogramm für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz auf, das sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen richtet. Hinter solchen politischen Impulsen steht die Einsicht, dass der effiziente Umgang mit Rohstoffen nicht nur zu einer Verringerung der Umweltbelastung beiträgt, sondern eine Implementierung funktionierender Kreislaufsysteme außerdem die Unabhängigkeit Deutschlands von Importen aus rohstoffreicheren Regionen der Welt steigert.

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