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Daten & Fakten

Leitmarkt Nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Konsum, also ein Konsum, der möglichst wenig negative Auswirkungen auf die Lebensbedingungen kommender Generationen hat, ist in den letzten Jahren immer stärker ins öffentliche und private Bewusstsein getreten. Ein zunehmender Teil der Verbraucher achtet häufiger auf Herkunft, Inhaltsstoffe und Herstellungsbedingungen der angebotenen Produkte, wobei sowohl Umweltschutz- als auch soziale Faktoren eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen können.

Diese grundsätzliche Entwicklung blieb auch im von der Corona-Pandemie dominierten Jahr 2020 ungebrochen und hat sich zum Teil noch verstärkt, insbesondere im Hinblick auf regional erzeugte Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Fleischwaren. Diese Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass Menschen in Zeiten einer globalen Gesundheitskrise ein gesteigertes Bedürfnis nach Konsumgütern verspüren, deren Herkunft nachvollziehbar ist und dadurch ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen vermittelt. Insbesondere mit Blick auf die Fleischindustrie ist zudem ein Zusammenhang mit den Corona-Fällen in einigen Betrieben und der damit einhergehenden Berichterstattung über die Arbeitsverhältnisse in der Branche zu vermuten. Die Ergebnisse weiterer Studien deuten darauf hin, dass sich die Tendenz zu einem stärker regional ausgerichteten Lebensmittelkonsum auch über die Corona-Pandemie hinaus fortsetzen wird.

Der Leitmarkt

im Detail

121.197 (+0,0 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

10.332 (-1,7 %)

Unternehmen

72,91 Mrd. (+7,8 %)

Umsatz

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den Umsätzen im Leitmarkt Nachhaltiger Konsum wider. Im Vergleich zu 2017 sind diese um 7,8 % gestiegen dagegen ist die Anzahl der Unternehmen leicht zurück gegangen (-1,7 %). Die Umsatzsteigerungen sind zum Großteil auf den Einzelhandel mit kurzlebigen Konsumgütern und auf die benachbarten Dienstleistungen zurückzuführen, wie dem Großhandel mit Nahrungsmitteln.

 

 

Der Leitmarkt Nachhaltiger Konsum konnte seine Beschäftigungszahl aus dem Vorjahr auf annähernd dem gleichen Niveau halten (+38; 0,0 %). Der der Anteil an der Gesamtbeschäftigung bleibt weiterhin bei 6,8 %. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten (61,7 %) sind im Kernbereich Einzelhandel mit kurzlebigen Konsumgütern tätig. Ein regionaler Schwerpunkt des Leitmarktes besteht im Kreis Wesel und in Herne.

Der Trend zu nachhaltig hergestellten Produkten wächst auch im Bereich der Textilindustrie und Bekleidungsbranche. So steigt etwa der Absatz von Kleidungsstücken aus fair produzierter und gehandelter Baumwolle seit einigen Jahren kontinuierlich, und auch die Nachfrage nach alternativen Materialen etwa veganen Lederalternativen oder recyceltem Plastik nimmt zu. Schlagworte wie „Fair Fashion“ oder „Green Fashion“, die zunächst nur kleine Nischen der Textilindustrie bezeichneten, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Es ist daher absehbar, dass Textilunternehmen, die ihren Fokus auf Nachhaltigkeit, die Entwicklung neuer Materialien und faire Produktionsbedingungen legen, sich zukünftig weiter am Markt etablieren werden.

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