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Daten & Fakten

Leitmarkt Industrieller Kern & Unternehmerische Dienste

Der Industrielle Kern sieht sich vor der Herausforderung sämtliche Produktionsprozesse effizienter und klimaschonender zu gestalten. Daher ist die Transformation der Wirtschaft ein zentraler Faktor. Damit das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden erreicht werden kann, sollten Prozesse umstrukturiert und Ressourcen geschont werden. Nur so kann die angestrebte CO2 Reduzierung bis 2030 gelingen und schlussend-lich auch klimaneutral bis zum Jahr 2045 produziert werden. Damit ist der Leitmarkt Indust-rieller Kern & Unternehmerische Dienste eng mit den Leitmärkten Ressourceneffizienz sowie Digitalisierung verbunden. Durch die zunehmende Digitalisierung können Prozesse op-timiert und somit Ressourcen langfristig geschont werden. Es bedarf allerdings an innovati-ven Ansätzen, um nicht nur den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sondern um viel mehr den Weg zu einer klimafreundlicheren Zukunft zu beschreiten. Eine Lösung können hier bei-spielsweise Power-to-X-Technologien sein. Diese beschreiben eine Transformation von Energien. So gibt es beispielsweise die Power-to-Gas-Technologie. Strom wird durch Erneu-erbare Energien gewonnen und erzeugt aus Wasser Wasserstoff. Dieser kann direkt genutzt oder aber gespeichert werden. So können alternative, emissionsfreie Kraftstoffe gewonnen werden. Dies trägt zu dem Erreichen der Klimaziele bei. Durch die räumliche Dichte der Un-ternehmen aus den verschiedenen Leitmärkten können Synergieeffekte entstehen, um ge-meinsam Lösungen für die Reduzierung des CO2 zu finden.

Der Leitmarkt

im Detail

324.346 (+1,5 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

20.083

Unternehmen

77,02 Mrd.

Umsatz

In der Metropole Ruhr entfallen 17,9 % der Beschäftigten auf den Industriellen Kern & die Unternehmerischen Dienste. Damit verändert sich der Anteil kaum seit dem Vorjahr (18,0 %). Die Beschäftigungszahlen innerhalb des Leitmarktes sind jedoch angestiegen (+4.703; +1,5 %). Lediglich im Teilmarkt Werkstoffe und Materialien (-5.344; -4,9 %) ist ein Beschäfti-gungsrückgang zu verzeichnen. Vor allem der Teilmarkt Unternehmensnahe Dienstleistun-gen (+9.144; +5,4 %) gewinnt deutlich an Beschäftigten. Der Teilmarkt Maschinen und Pro-zesse (+903; +2,2 %) verzeichnet in der Metropole Ruhr ebenfalls ein positives Beschäfti-gungswachstum und liegt deutlich über dem Bundes- und Landestrend. Gemessen am Be-schäftigungsanteil des Leitmarktes sind die Unternehmensnahen Dienstleistungen (55,3 %) ein besonders starker Wirtschaftsbereich. Regional weisen der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Duisburg, Hagen und Mülheim a.d. Ruhr, gemessen an dem Anteil der Beschäftigten an der Gesamtwirtschaft, eine deutliche Spezialisierung gegenüber den anderen Ruhr-Regionen und dem restlichen Bundesgebiet auf.

 

Im Industriellen Kern liegt der Frauenanteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei 30 %. Seit 2013 ist dieser Wert um 2 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der ausländischen Beschäftigten ist im gleichen Zeitraum um 5 Prozentpunkte auf 15 % gestiegen. Der Anteil der Beschäftigten welche ausschließlich in Teilzeit arbeiten, ist im Industriellen Kern vergleichsweise gering (17 %). Über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen im Leitmarkt Industrieller Kern 246.151 Beschäftigte (76 %). Davon haben 21 % der Beschäftigten einen akademischen Abschluss. Noch im Jahr 2013 hatten lediglich 16 % der Beschäftigten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung einen akademischen Abschluss.

Mit rund 77 Mrd. Euro Gesamtumsatz im Jahr 2019 ist der Leitmarkt Industrieller Kern & Unternehmerische Dienste der zweitumsatzstärkste Leitmarkt in der Metropole Ruhr. Rund dreiviertel des Umsatzes wird durch etwa 10 % der Unternehmen des Teilmarktes Werkstoffe und Materialien erwirtschaftet. Das starke Umsatzplus aus dem Vorjahr (Umsatz: +16,9 %) konnte der Leitmarkt im Jahr 2019 nicht weiterführen. Sowohl der Umsatz (-6,1%) als auch die Zahl der Unternehmen gingen zurück (-1,7 %). Der Großteil der Umsatzrückgänge ist auf den Teilmarkt Werkstoffe und Materialien (-7,7 %) hier insbesondere auf die Bereiche Er-zeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sowie Herstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g. zurückzuführen. Das zeigt, dass die Metall- und Chemieindustrie bzw. Grundstoffindustrien immer noch großen Einfluss auf die Wirtschaftsleistung der Metropole Ruhr haben; insbesondere im Leitmarkt Industrieller Kern & Unternehmerische Dienstleistungen. Einzig und allein der Teilmarkt Unternehmensnahe Dienstleistungen insbesondere im Bereich technische Fachplanung und Ingenieurdesign konnte positive Umsatzzahlen verzeichnen.

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