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Daten & Fakten

Leitmarkt Gesundheit

Die Covid-19-Pandemie hat unser Gesundheitssystem insbesondere das Personal vor enorme Herausforderungen gestellt. Zudem sahen sich die Bevölkerung sowie die Unternehmen mit vielen Einschränkungen und Problemen aufgrund der Pandemie konfrontiert bspw. durch Kontakteinschränkungen, Schulschließungen, dauerhaftes Home-Office sowie ausbleibende Besucherzahlen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem ist. Daher ist der Leitmarkt Gesundheit insbesondere in Krisenzeiten ein wichtiger Pfeiler für die Versorgung der Menschen in der Metropole Ruhr. Beträchtliche Fortschritte lassen sich hier sowohl in der aktuellen Pandemie als auch in der Gesundheitsversorgung insgesamt mit einem forcierten und breiten Einsatz digitaler Möglichkeiten er-zielen. Daher ist eine enge Verzahnung mit dem Leitmarkt Digitale Kommunikation essenziell. Ein wichtiger Digitalisierungsfortschritt wurde in der Metropole Ruhr bspw. im Bereich der Teleradiologie, dem digitalen Austausch radiologischer Befunde, erzielt. In einigen Räu-men Deutschlands werden CT- oder MRT-Bilder auf CDs gespeichert und so zu verschiedenen Ärzten transportiert. In der Metropole Ruhr wurde ein Verbund geschaffen, welcher die Daten in ein Netzwerk lädt. Zum einen können die Aufnahmen ohne Aufwand in das Netzwerk geladen werden. Zum anderen können weitere Experten zu Rate gezogen werden, welche ebenfalls einfach und schnell auf die Bilder zugreifen können. So verkürzen sich bei-spielsweise Zeiträume bis zur Diagnose und es können finanzielle sowie personelle Ressourcen gespart werden.

Der Leitmarkt

im Detail

361.678 (+2,4 %)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

6.681 (+0,7 %)

Unternehmen

19,93 Mrd. (+6,1 %)

Umsatz

Mit einer leichten Steigerung des Anteils an der Gesamtbeschäftigung auf 20,0 % (+0,2 %) ist das Gesundheitswesen erneut der beschäftigungspolitisch bedeutendste Leitmarkt in der Metropole Ruhr. Die größten Teilmärkte des Gesundheitswesens sind, gemessen am Anteil der Beschäftigten, die stationäre und ambulante Versorgung (50,6 %) sowie die Dienstleistungen im gesundheitsrelevanten Handel bzw. Sport, Sozialwesen und der Pflege (42,4 %). Im Betrachtungszeitraum 2020 bis 2021 stieg die Zahl der Beschäftigten um 8.517 Personen (+2,4 %) auf 361.678 Beschäftigte an. Das Wachstum liegt damit in der Metropole Ruhr un-ter dem bundes- und landesweiten Trend (+2,5 %; +2,7 %). Mit Ausnahme der Bereiche benachbarte Industriezweige sowie Labor-, Ingenieur-, Messdienstleistungen: Labore steigt die Beschäftigungszahl in allen Teilmärkten. Eine regionale Spezialisierung, gemessen am Beschäftigungsanteil, besteht insbesondere in Herne.

In die Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten fließen lediglich die Personen ein, welche von ihrem Arbeitgeber zu Versicherungen gemeldet werden, beispielsweise der Kranken- oder Rentenversicherung. Personen, welche nicht versicherungspflichtig beschäftigt sind, werden in dieser Statistik nicht erfasst. Daher ist es bei einigen Leitmärkte in denen beispielsweise viele Beamte, mithelfende Familienangehörige, Selbstständige oder Personen die ausschließlich in einem Mini-Job tätig sind sinnvoll, die Erwerbstätigenstatistik heranzuziehen. In dieser Statistik werden auch die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erfasst. Daher ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland bzw. in der Metropole Ruhr höher als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Je nach Leitmarkt ist die Differenz zwischen diesen Statistiken jedoch höher oder niedriger. Im Gesundheitssektor ist die Differenz besonders hoch. Die Zahl der Erwerbtätigen ist um den Faktor 1,5 höher als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Ein Grund kann eine hohe Anzahl an Selbstständigen in diesem Leitmarkt sein. So sind niedergelassene Ärzte, Ernährungsberater, Hebammen, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten oftmals selbstständig.

Im Leitmarkt Gesundheit sind 270.198 Frauen beschäftigt. Der Anteil der Frauen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist mit 75 % in diesem Leitmarkt am höchsten im Vergleich zu den anderen Leitmärkten. Der Anteil liegt knapp 30 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Leitmärkte. Auch im Bundes- und Landesvergleich sind die Anteile von weiblichen Beschäftigten in dem Leitmarkt Gesundheit ähnlich hoch (jeweils 74 %). Auch die absoluten Zahlen der weiblichen Beschäftigten sind in diesem Leitmarkt am höchsten. Ein großer Teil der Beschäftigten arbeitet in Teilzeit (42 %), im Jahr 2013 waren es nur 36 %. Der Anteil von ausländischen Beschäftigten ist im Vergleich zu den übrigen Leitmärkten mit 8 % (30.375 Beschäftigte) relativ gering. 78 % der Beschäftigten verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Davon haben 82 % einen anerkannten Berufsabschluss und 18 % einen akademischen Berufsabschluss.

Die Umsätze der Unternehmen im Leitmarkt Gesundheit konnten auch in diesem Jahr eine dynamische Entwicklung verzeichnen (+6,1 %). Die Zahl der Unternehmen blieb dagegen annährend gleich (0,7 %). Ein Grund für diese Entwicklung sind Umsatzsteigerungen im Kernbereich 3: Pharmazie (9,6 %), bei den Labor-, Ingenieur-, Messdienstleistungen (+8,3 %) sowie in den benachbarten Dienstleistungen (+6,0 %) insbesondere im Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen und dem Betrieb von Pflegeheimen. Aber auch die anderen Teilmärkte bis auf der Kernbereich 2: Versicherung / Verwaltung (-6,6 %) und die benach-barten Industriezweige (-0,5 %) konnten positive Umsatzzahlen vorzeigen.

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