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Liquiditätshilfen


Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25% des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann seit dem 15. April bei den Hausbanken und Finanzierungspartnern beantragt werden.

Link: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/

Gut zu wissen: Die KfW-Schnellkredite mit 3 Prozent Zinsen sind jederzeit in einen normalen KfW-Kredit umwandelbar (zu einem günstigeren Zinssatz), wenn beispielsweise weitere Unterlagen der Hausbank zur Verfügung stehen. Vorfälligkeitszinsen fallen nicht an.

Umfang:

  • Förderart: Ratendarlehen und endfällige Darlehen

  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben

  • Für Unternehmen die wegen der Corona-Krise in Liquiditätsprobleme geraten sind, ist bei Betriebsmittelfinanzierungen bis zu 5 Jahren das Haftungsfreistellungsangebot von 50% Risikoübernahme um eine 80%ige Risikoübernahme erweitert worden. 

  • Der Mindestkreditbetrag von 125T€ für die Beantragung einer Haftungsfreistellung entfällt. 

  • Im Hinblick auf eine unbürokratische und schnelle Bearbeitung akzeptiert die NRW.BANK für Haftungsfreistellungen bis zu einem Betrag von 250T€ die bei den Hausbanken vorliegenden Unterlagen für unsere Risikoeinschätzung. Plan-, Liquiditätsrechnungen sowie eine Bilanzauswertung für 2019 sind nicht erforderlich.

  • Bürgschaften der Bürgschaftsbank NRW bis 2,5 Millionen Euro. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Tel.: 02131/5107 200
    https://www.bb-nrw.de/de/index.html

    Bürgschaften ab 2,5 Millionen Euro über die PWC für eine Landesbürgschaft
    https://www.pwc.de/de/branchen-und-markte/oeffentlicher-sektor/landesbuergschaften-nordrhein-westfalen.html

     

Für wen?

  • Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe; Existenzgründer/-innen

  • Nur Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich am Markt tätig waren, können gefördert werden.

  • Eine Inanspruchnahme einer 80%igen Haftungsfreistellung ist nur möglich, wenn das Unternehmen aufgrund der Corona-Krise und nicht aufgrund krisenunabhängiger Entwicklungen unter Liquiditätsproblemen leidet. Die Hausbank legt den erforderlichen Liquiditätsbedarf dar und bestätigt, dass der Kapitaldienst aus heutiger Sicht mittelfristig wieder erbracht werden kann. Eine Förderung von Unternehmen in Schwierigkeiten gem. EU-Definition ist nicht möglich. Um diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen, sind die für die Haftungsfreistellungen zu machenden Angaben, z.B. PD, grundsätzlich auf die Situation vor dem Stichtag 28.02.2020 abzustellen.

Wer zahlt?

  • NRW.BANK
    Service Center: 0211/91741-4800 

  • Hausbankenverfahren: Der Antrag und gegebenenfalls die Bürgschaft der BÜRGSCHAFTSBANK NRW ist bei einem Kreditinstitut nach Wahl des Antragstellers (Hausbank) zu stellen.

Kurzbeschreibung:Zinsgünstige Darlehen mit flexiblen Laufzeiten für Vorhaben im In- und Ausland – optional mit einer Haftungsfreistellung der NRW.BANK oder einer Bürgschaft der BÜRGSCHAFTSBANK NRW für das durchleitende Kreditinstitut.

Status/Dauer: Bei Haftungsfreistellungsbeträgen bis 250.000 Euro: Kreditzusage in der Regel innerhalb von 72 Stunden. Zur Überbrückung des Liquiditätsbedarfs werden folgende ergänzende Laufzeitvarianten eingeführt:

  • endfällige Darlehen mit 2 und 4 Jahren Laufzeit
  • Ratendarlehen mit 3, 4 und 5 Jahren Laufzeit mit der optionalen Möglichkeit von 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren
  • weitere Laufzeiten: Ratendarlehen bis zu 20 Jahre, endfällige Darlehen max. 12 Jahre

Link:https://www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/NRWBANKUniversalkredit/15260/nrwbankproduktdetail.html

FAQ Katalog:https://www.nrwbank.de/export/sites/nrwbank/de/corporate/downloads/presse/NRW.BANK-FAQ-corona.pdf

[Update:] Ab dem 22. April 2020 gelten verlängerte Laufzeiten beim KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit: Für Kredite bis 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von maximal fünf auf zehn Jahre und für Kredite ab 800.000 Euro von maximal fünf auf sechs Jahre erhöht. Dabei kann die tilgungsfreie Zeit um ein Jahr auf bis zu zwei Jahre verlängert werden.


Umfang:
Förderart: Darlehen │Wenn Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen, übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank.

  • Für große Unternehmen (ab 250 Mitarbeitern) bis zu 80 % Risikoübernahme
  • Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme

Sie können je Unternehmensgruppe  bis zu 1 Mrd. € beantragen. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. zwölf Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 % der Gesamtverschuldung Ihres Unternehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro.
  • Laufzeit: max. 10 Jahre bis zu einem Kreditvolumen von 800.000 Euro, und max. 6 Jahre bei einem Kreditvolumen von mehr als 800.000 Euro.

Für wen?

  • Mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und Freiberufler.
  • KfW-Unternehmerkredit: Für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind
  • ERP-Gründerkredit – Universell:
    ► Für junge Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind
    ► Wenn Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv sind, können kleinere und mittlere Unternehmen und große Unternehmen ebenfalls einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen.

Wer zahlt? KfW Bankengruppe │ Hotline: 0800 539-900
Anträge können vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden.

Kurzbeschreibung: Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln mittelständischer Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und und Freiberufler.

Status/Dauer: Ab sofort verfügbar!

Link:https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Die KfW beteiligt sich an Konsortial­finanzierungen für Investitionen und Betriebs­mittel von mittel­ständischen und großen Unter­nehmen. Hierbei über­nimmt die KfW bis zu 80% des Risikos, jedoch maximal 50 % der Gesamt­verschuldung. Das erhöht Ihre Chance, eine individuell strukturierte und pass­genaue Konsortial­finanzierung zu erhalten. Laufzeit: max. 6 Jahre
Voraussetzung: keine ungeregelten Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen zum Stichtag 31.12.2019.

Der KfW-Risikoanteil beträgt mindestens 25 Mio. Euro und ist begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 12 Monate.

Optional können alle am Konsortium teilnehmenden Banken von der KfW refinanziert werden.

Link:www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/Direktbeteiligung-f%C3%BCr-Konsortialfinanzierung-(855)/

Umfang: Variiert. Vorauszahlung auf künftigen Ausschüttungen möglich.
Für wen? GEMA-Mitglieder, in erster Linie Texter und Komponisten oder Performer. 

Wer zahlt: Die GEMA schüttet vorab aus. Das Geld wird mit künftigen Ausschüttungen verrechnet. 

Kurzbeschreibung: Mit dem „Schutzschirm LIVE“ stellt die GEMA eine pauschale Nothilfe zur Verfügung, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabe-Sparten beantragen können. Diese finanzielle Unterstützung richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter der GEMA, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund von flächendeckenden Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Status: Anträge können ab dem 30.3.2020 gestellt werden. Um eine kurzfristige, effiziente Unterstützung gewährleisten zu können, ist die Antragstellung ausschließlich über das GEMA Onlineportal für Mitglieder möglich.

Link: www.gema.de/musikurheber/nothilfe-programm-fuer-gema-mitglieder/

Förderung / Soforthilfen


  • Umfang: 2.000 € Soforthilfe, Update: Das MKW-Soforthilfeprogramm wurde um 27 Mio. Euro aufgestockt. Insgesamt stehen 32 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Für wen: Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler
  • Wer zahlt: die jeweils zuständige Bezirksregierung Kurzbeschreibung: Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden. Die Mittel müssen später nicht zurückgezahlt werden.
  • Status/Dauer [Update]: Anträge sind nicht mehr möglich. Aber: Antragsberechtigte, die bereits einen Antrag gestellt haben, bislang aufgrund der Mittelbegrenzung auf fünf Millionen Euro jedoch nicht zum Zuge gekommen sind, erhalten unter Nachweis ihrer künstlerischen Tätigkeit (Mitgliedschaft in Künstlersozialkasse oder anderem Künstlerbund) einen finanziellen Zuschuss für ihren Lebensunterhalt in Höhe von 2.000 Euro für die Monate März und April. Voraussetzung ist, dass sie im März und April keine Leistungen aus dem MKW-Programm, der NRW-Soforthilfe 2020 oder der Grundsicherung bezogen haben. Bei positivem Bescheid wird pauschal auf 2.000 Euro erhöht.
  • Links:
    mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus
    www.mkw.nrw/presse/Soforthilfe2020

Wahrnehmungsberechtigte, die ausschließlich freiberuflich oder kurzfristig beschäftigt tätig sind und Covid-19-bedingte Veranstaltungs- oder Produktionsabsagen Honorarausfälle erlitten haben, können eine einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) erhalten.

Voraussetzung ist, dass die Antragsteller mindestens an einer regulären Verteilung der GVL teilgenommen haben. Darüber hinaus benötigen wir Nachweise über den Ausfall der Veranstaltung bzw. Produktion (Bestätigung/Absage vom Veranstalter oder der Produktion, Nachweis über Verdienstausfall).

Anträge werden ausschließlich per Mail entgegengenommen: coronahilfe@gvl.de

Ein Antragsformular und weitere Informationen finden sich auf der Webseite.

Link:www.gvl.de/coronahilfe

Umfang: Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli, August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten.
•    80 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
•    50 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
•    40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40 Prozent und < 50 Prozent

Die generell höchstmögliche Fördersumme liegt bei 150.000 Euro. Unternehmen und Organisationen bis zu zehn Beschäftigten bekommen höchstens 15.000 Euro. Kleinunternehmen bis zu fünf Beschäftigten und Selbstständige bekommen höchstens 9.000 Euro. Achtung Ausnahme: Da manche Kleinunternehmen sehr hohe Fixkosten haben, können die maximalen Fördersummen im begründeten Ausnahmefall überschritten werden.

Für wen: Unternehmen, Solo-Selbstständige oder selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen

Beschreibung: Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern.

Status/Dauer: Unternehmen, Organisationen und Selbstständige können Überbrückungshilfe für insgesamt drei Monate (Juni, Juli und August 2020) beantragen. Die Überbrückungshilfe kann nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden. Die Antragsbearbeitung erfolgt in den Bewilligungsstellen der Länder.

Links: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

 

Umfang: 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate im Zeitraum Juni bis August 2020

Für wen: Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen. Es gelten die grundsätzlichen Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe.

Beschreibung: Das Bundesprogramm der Überbrückungshilfe sieht vor, dass Kosten des privaten Lebensunterhalts, wie private Wohnkosten, Krankenversicherungsbeiträge sowie Beiträge zur privaten Altersvorsorge nicht abgedeckt werden. Freiberufler und Solo-Selbstständige erhalten durch die NRW Überbrückungshilfe Plus eine zusätzliche Förderung. Es handelt sich dabei um eine branchenübergreifende Wirtschaftsförderungsleistung (fiktiver Unternehmerlohn). Sie erhalten, sofern Sie die Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe des Bundes erfüllen, eine Förderung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate im Zeitraum Juni bis August 2020 (maximal 3.000 Euro) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

Status/Dauer: Der Antrag kann im Rahmen der Überbrückungshilfe des Bundes über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden.

Links: www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe

Schutzfonds


Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Umfang: Der WSF hat drei Instrumente zur Hand, um Konzernen zu helfen oder sie zu retten.
Garantierahmen:

  • Dem Fonds stehen 400 Milliarden Euro zur Verfügung, um Kredite der Unternehmen abzusichern. Der WSF spricht also eine Staatsgarantie für die Schulden aus. Damit will der Fonds verhindern, dass Unternehmen vom Kapitalmarkt abgeschnitten werden und deshalb insolvent gehen.
  • Der Fonds sichert Kredite ab, die Firmen bis Ende 2021 aufnehmen.
  • Die Laufzeit der abzusichernden Verbindlichkeiten darf 60 Monate nicht übersteigen.

Direkte Beteiligungen an Unternehmen (Teilverstaatlichungen):

  • Kreditermächtigung des Bundesfinanzministeriums (BMF) für den WSF in Höhe von 100 Milliarden Euro für direkte Rekapitalisierungsmaßnahmen, um die Solvenz von Unternehmen sicherzustellen. Die Rekapitalisierungsmaßnahmen umfassen insbesondere den Erwerb von Anteilen oder stillen Beteiligungen, die Übernahme sonstiger Bestandteile des Eigenkapitals dieser Unternehmen sowie die Zeichnung von Genussrechten und Schuldverschreibungen mit einem qualifizierten Nachrang.
  • Allerspätestens nach zehn Jahren soll der Bundesfonds Firmenanteile wieder verkaufen.

Refinanzierung:

  • Der WSF kann der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Darlehen zur Refinanzierung der ihr von der Bundesregierung als Reaktion auf die Corona-Krise zugewiesenen Sonderprogramme gewähren. Hierfür kann das BMF Kredite bis zur Höhe von 100 Milliarden Euro für den WSF aufnehmen.
  • Es ist Firmen untersagt, Boni oder sonstige Sondervergütungen auszuzahlen, solange sie unter dem Rettungsschirm sind.


Für wen? Der WSF richtet sich an Betriebe, die zwei der folgenden drei Kriterien
erfüllen:

  • mehr als 249 Beschäftigte,
  • Umsatzerlöse in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro und eine
  • Bilanzsumme von mindestens 43 Millionen Euro.

Daneben können Start-ups unter den Schirm schlüpfen, so sie systemrelevant sind und mindestens einen Firmenwert von 50 Millionen Euro vorweisen können.

Weitere Bedingungen: Unternehmen dürfen nicht schon vor dem Ausbruch des Coronavirus in der Krise gesteckt haben, und es muss eine klare, eigenständige Fortführungsperspektive nach der Corona-Pandemie bestehen.

Kurzbeschreibung: Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds – kurz WSF – ist der Rettungsschirm des Bundes. Mit einem Volumen von 600 Milliarden Euro soll er verhindern, dass große Unternehmen wegen der Coronakrise pleite gehen oder Investoren die Krise nutzen, um deutsche Konzerne günstig zu übernehmen.

Link:www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Corona-Virus/unterstuetzungsmassnahmen-faq-08.html

Eigenkapitalstärkung von Gründern


Update: NRW.BANK erhöht das Volumen ihres Förderprogramms NRW.Start-up akut. Die NRW.BANK nimmt für die Vergabe des Wandeldarlehens eine Refinanzierung aus Mitteln der KfW in Anspruch. Diese stammen aus der sog. „Säule 2“ des 2 Milliarden Euro-Maßnahmenpakets der Bundesregierung für Start-ups und kleine Mittelständler.

Umfang und Förderart: Wandeldarlehen in Höhe von 15.000 € bis 200.000 €, wobei der maximale Förderbetrag durch eine ggfs. bereits bestehende, de-minimis-relevante Förderung des Unternehmens begrenzt wird.

Für wen? Innovative, wachstumsorientierte Unternehmen (Kapitalgesellschaften) in Seed- oder Start-up-Phase (nicht älter als 36 Monate)

Wer zahlt? NRW.BANK

Kurzbeschreibung: Die NRW.BANK legt das Programm „NRW.Start-up akut“ neu auf. Mit dem Wandeldarlehen erhalten Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Das Darlehen ist endfällig oder kann zum Ende der Laufzeit bzw. mit Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital gewandelt werden. Vorteil: In der akuten Krise wird das Unternehmen nicht durch Zins- und Tilgungszahlungen belastet.

Laufzeit: 6 Jahre, endfällig, jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung rückzahlbar

Link:www.nrwbank.de/start-up-akut
 

Umfang: Finanziert werden Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung stehen oder Unternehmen, die einen Finanzierungsbedarf für Investitionen und/oder Betriebsmittel haben. Der Business Angel sowie die NRW.BANK übernehmen grundsätzlich die Finanzierung zu gleichen Teilen.

Die NRW.BANK stellt Eigenkapital in Form einer Beteiligung grundsätzlich analog zum Business Angel in gleicher Höhe wie dieser und pari passu zu dessen Konditionen zur Verfügung. Der von der NRW.BANK übernommene Finanzierungsanteil muss sich auf mindestens 15.000 € belaufen. Der maximale Betrag beläuft sich in der ersten Finanzierungsrunde auf 200.000 € (vorher: 100.000 €).

Für wen? KMU (Kapitalgesellschaften), die sich in Gründung oder in Gründungsphase befinden (bisher nicht älter als 18 Monate bzw. 36 Monate) Neu: grundsätzlich bis zu 36 Monate nach Gründung

Wer zahlt? Der Antrag ist auf dem dafür vorgesehenen Vordruck zuzüglich der Anlagen frühzeitig über seedcap@nrwbank.de bei der NRW.BANK, Bereich Eigenkapitalfinanzierungen, Abteilung 101-68100, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf zu stellen. Die Mittel werden von der NRW.BANK direkt a den Antragsteller gewährt.

Kurzbeschreibung: Beteiligungen der NRW.BANK an Kapitalgesellschaften in der Gründungsphase (bis zu 18 bzw. 36 Monate nach Gründung).

Link:www.nrwbank.de/seedcap

Umfang: Die Bereitstellung des Eigenkapitals erfolgt i.d.R. in Form einer direkten Minderheitsbeteiligung oder eines Wandeldarlehens. Finanziert werden unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Aufbau von Produktionskapazitäten,
  • Vertriebsaufbau und -ausbau,
  • Markteinführung,
  • Erschließung von Absatzmärkten,
  • Forschung und Entwicklung.

Der Mindestbetrag der Eigenkapitalfinanzierung beträgt 0,25 Mio €, der Höchstbetrag beläuft sich im ersten Schritt auf 3,0 Mio €. Insgesamt liegt der Maximalbetrag bei 6,0 Mio € pro Unternehmen. Co-Investment: pari passu zu privaten Co-Investoren; NRW.BANK-Anteil pro Finanzierungsrunde bis 50%, in Ausnahmefällen bis 70%

Voraussetzungen: Das Management des Unternehmens kann durch fundierte Planungen belegen, dass ein positiver operativer Cash Flow in höchstens 3 Jahren erreichbar und die Finanzierung sichergestellt ist. Mindestens ein weiterer Investor stellt ebenfalls Kapital zur Verfügung.

Für wen? Start-ups und junge Wachstumsunternehmen (Kapitalgesellschaften) mit überzeugendem Geschäftsmodell, erste oder zweite institutionelle Finanzierungsrunde, Series A oder B Neu: auch spätere Wachstumsphase (z.B. Finanzierungsrunden C oder D)

Wer zahlt? Die NRW.BANK, dort können Anfragen telefonisch (0 211 91741-4800) oder via Mail an beteiligungen@nrwbank.de erfolgen.

Kurzbeschreibung: Der NRW.BANK.Venture Fonds stellt Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial Eigenkapital für die Expansion zur Verfügung. Ziel ist einerseits die Kompensation sich derzeit zurückhaltender Investoren, andererseits – im Sinne eines „Matching Fund“ – die Ergänzung derjenigen Investoren, die weiter bereit sind NRW-Start-ups zu finanzieren.

Status/Dauer: Die Antragstellung ist möglich bis zum 31.12.2020.
Die Beteiligungsdauer beträgt i.d.R. zwischen 3 und 7 Jahren.

Link:www.nrwbank.de/venturefonds

Zielgruppe des Sonderprogramms Säule II der KBG sind mittelständische Unternehmen (gemäß KMU-Kriterien), die zum 31.12.2020 nicht in Schwierigkeiten waren, in 2020 infolge der Corona-Krise jedoch in Schwierigkeiten geraten sind. Das Beteiligungsvolumen beträgt mind. 50.000 Euro und max. 800.000 Euro je Unternehmen(-sgruppe). Die Laufzeit beträgt mind. 5 Jahre und max. 10 Jahre (bei bis zu 10 Freijahren).

Link: https://www.kbg-nrw.de/de/beteiligungen/sonderprogramm-saeule-2/produktuebersicht/

Rund um die Arbeit


[Update:] Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent reduziert haben, steigt das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Monat auf 70 Prozent, ab dem siebten Monat auf 80 Prozent des entgangenen Nettolohns. Für Beschäftigte mit Kindern steigt es auf 77 beziehungsweise 87 Prozent. Diese Regelung gilt bis Jahresende. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit werden befristet bis zum Jahresende die bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.


 

  • Für wen? Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftrags-Engpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich.

  • Kurzbeschreibung: Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent oder die je nach Fall vollständige oder teilweise Erstattung der von den Arbeitgebern allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten. Anders als bisher wird in Betrieben teilweise oder vollständig auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet. Erstmals kann Kurzarbeitergeld auch für Beschäftigte in Leiharbeit gezahlt werden.

  • Dauer: Die Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März in Kraft treten und auch rückwirkend ausgezahlt. Diese Anpassung des Kurzarbeitergeldes ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

  • Kontakt: Servicehotline für Arbeitgeber:  0800 45555 20

  • Link:https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Der Versicherungsschutz in der Arbeitslosenversicherung wird verbessert: Für Personen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld sich in der Zeit vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2020 erschöpfen würde, wird die Anspruchsdauer einmalig um drei Monate verlängert.

Wer arbeitslos wird, bekommt bisher zwölf Monate lang Arbeitslosengeld, das gilt für Arbeitnehmer bis 50 Jahre – vorausgesetzt, sie waren zuvor 24 Monate oder länger versicherungspflichtig. Für Arbeitslose ab 50 Jahren steigt die Bezugsdauer in mehreren Schritten auf bis zu 24 Monate an. Voraussetzung: Sie waren 48 Monate oder länger versicherungspflichtig. Die Höhe des Arbeitslosengelds liegt bei 60 Prozent des letzten Netto-Entgelts, bei Arbeitslosen mit Kindern sind es 67 Prozent.

Künstlerinnen und Künstler sind - anders als Beschäftigte in vielen anderen Berufen - zumeist nicht in unbefristeten Arbeitsverhältnissen tätig. Bereits zum 1. Januar 2020 wurde der Zugang zum Arbeitslosengeld erleichtert.

Wer innerhalb der von 24 auf 30 Monate verlängerten Rahmenfrist auf Versicherungszeiten von 12 Monaten kommt, kann einen Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen. Die erweiterte Rahmenfrist gilt auch für die Sonderregelung für überwiegend kurz befristete Beschäftigungen (sog. Künstlerregelung), die unter bestimmten Voraussetzungen eine auf 6 Monate verkürzte Mindestversicherungszeit vorsieht und bis Ende 2022 gilt.

Zudem werden Arbeitsverträge bis 14 Wochen Dauer als kurz befristet anerkannt - statt wie bisher nur bis 10 Wochen.

Link:https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/kuenstlerfoerderung/kuenstlersozialversicherung

Für Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige stellt sich nicht nur die Frage, wie Betriebsausgaben etwa über die Soforthilfen finanziert werden können, sondern auch wie der Lebensunterhalt und die private Miete bezahlt werden können.

Die Bundesregierung hat deswegen vorübergehend den Zugang zur Grundsicherung erleichtert.

  • Für die Dauer von sechs Monaten wird privates Vermögen nicht berücksichtigt, sofern es nicht erheblich ist. Die Aussetzung der Vermögensprüfung gilt für jeweils die ersten sechs Monate von Bewilligungszeiträumen, die in der Zeit vom 1. März bis zum 30. Juni 2020 beginnen.
  • Zudem werden in den ersten sechs Monaten die Kosten für Unterkunft und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt.

Link: www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Wenn Unternehmen keine Arbeitnehmerüberlassung durchführen, aber gelegentlich wegen der aktuellen Corona-Krise eigene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anderen Unternehmen, die einen akuten Arbeitskräftemangel (z.B. in der landwirtschaftlichen Erzeugung und Verarbeitung, in der Lebensmittellogistik oder im Gesundheitswesen) haben, überlassen wollen, können Sie dies ausnahmsweise auch ohne eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) tun. Voraussetzung hierfür ist, dass

  • die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Überlassung zugestimmt haben,
  • Sie nicht beabsichtigen, dauerhaft als Arbeitnehmerüberlasser tätig zu sein und
  • die einzelne Überlassung zeitlich begrenzt auf die aktuelle Krisensituation erfolgt.

Die gesetzliche Regelung hierzu finden Sie in § 1 Absatz 3 Nummer 2a AÜG. Angesichts der besonderen Bedeutung derartiger Einsätze ist es sachgerecht und dem unionsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechend, wenn die eingesetzten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den Stammbeschäftigten im Einsatzbetrieb gleichgestellt werden.

Grundsätzlich nicht erlaubt ist die Überlassung von Arbeitskräften an Unternehmen des Baugewerbes für Tätigkeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. Was ein Baubetrieb ist, ergibt sich aus der Baubetriebe-Verordnung.

Link:www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html

Steuern & Finanzen


Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 wird der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von sieben Prozent auf fünf Prozent gesenkt.

Der Gastronomie bricht gerade ein Großteil der Einnahmen weg. Deswegen sollen Gastronomiebetriebe nun steuerlich entlastet werden. Die Mehrwertsteuer für Speisen wird laut Beschluss der Koalitionsspitzen ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt. Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Nun soll generell ein Satz von 7 Prozent gelten.

Bund und Länder haben sich auf weitere Entlastungsmaßnahmen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen geeinigt. Vorübergehend können aufgrund der Corona-Pandemie absehbare Verluste des Jahres 2020 bereits jetzt in pauschalierter Form steuerlich berücksichtigt werden. Die bisher für Vorauszahlungszwecke für das Jahr 2019 angesetzten Einkünfte werden auf Antrag pauschal um 15 Prozent gemindert. Die bereits geleisteten Vorauszahlungen für 2019 werden auf dieser Basis neu berechnet, herabgesetzt und die entsprechenden Differenzbeträge nach einer Verrechnung mit etwaigen Steuerrückständen kurzfristig erstattet. 

Ein Beispiel: Für einen von der Corona-Pandemie betroffenen Einzel-gewerbetreibenden mit einem den Vorauszahlungen zu Grunde liegenden Gewinn von 80.000 Euro bedeutet dies beispielsweise einen sofortigen Liquiditätsvorteil von rund 6.000 Euro. Ohne die Neuregelung hätten sich die aktuellen Verluste frühestens im Jahr 2021 ausgewirkt. Die Höchstabzugsbeträge für Verlustrückträge von einer Million Euro beziehungsweise zwei Millionen Euro bei Zusammenveranlagung gelten unverändert auch in diesem Fall.

Link:www.finanzverwaltung.nrw.de/de/pressemitteilung/weitere-steuerliche-liquiditaetsentlastungen-von-rund-einer-milliarde-euro-fuer

Mit der jetzt erfolgten Verkündung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht treten die Vorschriften zur Aussetzung der Insolvenzantragspflichten in Kraft.

Das Gesetz sieht im Bereich des Insolvenzrechts fünf Maßnahmen vor:

  1. Die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht wird vorübergehend bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Zudem soll erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.
  2. Geschäftsleiter haften während der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten nur eingeschränkt für Zahlungen, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen.
  3. Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an von der COVID19-Pandemie betroffene Unternehmen gewährte neue Kredite sind nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen.
  4. Während der Aussetzung erfolgende Leistungen an Vertragspartner sind nur eingeschränkt anfechtbar.
  5. Die Möglichkeit von Gläubigern, durch Insolvenzanträge Insolvenzverfahren zu erzwingen, werden für drei Monate eingeschränkt.

Durch die Maßnahmen soll den von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen Zeit für die Sanierung

Status: Die gesetzliche Regelung tritt rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und gilt vorerst bis 30. September 2020.

Link:www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html

  • Für wen? Alle steuerpflichtigen Unternehmen, die von der Krise betroffen sind. 

  • Kurzbeschreibung: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zugunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Von Vollstreckungsmaßnahmen wird bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge werden erlassen. Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

  • Dauer: Die Maßnahmen gelten derzeit maximal bis zum 31.12.2020.

  • Link:https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

  • Für wen? Alle steuerpflichtigen Unternehmen, die von der Krise betroffen sind. 

  • Kurzbeschreibung: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zugunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

  • Dauer: Die Maßnahmen gelten derzeit maximal bis zum 31.12.2020.

  • Link:https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus