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Zukunftslabor Ruhrgebiet

Erfolgreicher Innovation Day 2020

Der Klimawandel ist in unseren Städten spürbar. Starkregen überflutet Kanäle, hinterlässt Risse im Asphalt, beansprucht die Infrastruktur zunehmend. Mit neuen Sensoren können Schäden durch Starkregen minimiert und ihre Bürger vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt werden.  Das Bochumer Start-up „25square“ hat innovative, autarke Messzellen entwickelt – und damit den Innovation Call 2020 gewonnen.


„Rethink Urban living - Wie sieht die Metropole der Zukunft aus?“ war das Motto der diesjährigen digitalen Ausgabe des bundesweiten Start-up-Wettbewerbs der Business Metropole Ruhr GmbH auf Zollverein. Alle Finalisten in den Kategorien Vorgründungsphase (Seed) und Gründungsphase (Start-up) profitierten in den Monaten vor dem finalen Pitch von Seminaren und einem Mentoring. Eins zu eins erhielten sie Feedback und Impulse von erfahrenen Managern aus etablierten Unternehmen. Einen Eindruck der Finalisten erhalten Sie im Video.

Nach dem Zuschauervoting des live gestreamten Pitches erreichte „nakt“ aus Darmstadt den zweiten Rang. Mit einer Faser aus natürlichen Rohstoffen entwickelten die Gründer ein nachhaltiges Abschminktuch, das auf herkömmliche Fasern verzichten kann.

Ideen schaffen Innovationen, das ist nicht nur die Basis des Innovation Call, sondern auch der Grundgedanke von „Idea-ly“. Das Start-up aus Duisburg programmierte eine Software, die Unternehmen mit Ideengebern zusammenbringt. Das Ideenmanagement unterstützt Kommunen im Dialog mit Bürgern.

„Das Ruhrgebiet ist mit seiner dichten Städtelandschaft, den zahlreichen Studierenden und herausragenden Forschungseinrichtungen schon heute eine der führenden Start-up-Regionen in Nordrhein-Westfalen“, sagte NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

„Das zeigt auch die hohe Zahl an Ausgründungen aus den Hochschulen. Die Landesregierung möchte diesen Weg weitergehen und noch stärker neue Ideen, innovative Start-ups und eine lebendige Gründerszene fördern. Dazu haben wir erst kürzlich das Gründerstipendium um drei Jahre verlängert. Denn wir haben ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen, dass Nordrhein-Westfalen bis 2025 zu den TOP 10 der europaweit führenden Start-up-Regionen gehört.“

In Kooperation mit der Initiativkreis Ruhr GmbH erhielten die Sieger Mentorengutscheine im Wert von 10.000 Euro, die in der Start-up-Region Ruhrgebiet eingelöst werden können. Damit profitieren die erfolgreichen Gründer von dem großen Förderangebot und dem breiten Markt der Region optimal.

„Die Metropole neu denken: Wie wollen wir morgen im Ruhrgebiet leben? Das ist auch eine der Kernfragen des Initiativkreises Ruhr. Deshalb freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Business Metropole Ruhr diesen wichtigen Preis vergeben durften“, sagt Britta Dombrowe, Programme Lead Startup Activities der Initiativkreis Ruhr GmbH.

Einen Schritt weiter sind schon die Sieger-Teams des internationalen Start-up-Wettbewerbes CityTech.Ruhr. Die drei erfolgreichen Start-ups aus England, Israel und Berlin hatten die Chance gewonnen, gemeinsam mit den Städten Bochum, Bottrop und Hagen ein neuartiges Digital-Produkt zu erarbeiten.

Am Mittwoch präsentierten sie die fertigen Lösungen, die in nur drei Monaten gemeinsam mit den Kommunen entwickelt wurden. Für Bochum erstellte „Kyanite 360 Ltd“ aus Großbritannien eine automatisierte Vorprüfung von Bauanträgen. „Placense“ aus Israel bietet eine digitale Unterstützung des lokalen Einzelhandels für Bottrop. Hagen stärkt mit „Changers“ aus Berlin die Nutzung des ÖPNV. Mit ihren Ideen hatten sich die drei jungen Firmen gegen mehr als hundert Start-ups aus 27 Ländern auf vier Kontinenten durchgesetzt.

CityTech.Ruhr ist ein Projekt der Business Metropole Ruhr GmbH in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr und den Städten Bochum, Bottrop und Hagen.

Innovation Day 2020 verpasst? Kein Problem:  www.youtube.com/watch