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Einzelhandels­markt

193 €/qm NF

Spitzenmiete 1. HJ 2022

4,10% - 7,00%

Spitzenrendite

104,9

Zentralitätskennziffer

Quelle Bulwiengesa AG

*Hinweis: Die Berechnung der Spitzenmiete erfolgt nach der Definition der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.. In den Märkten werden auch Abschlüsse oberhalb des Spitzenmiete-Mittelwertes erzielt.

Nachfragevolumen

Das erste Halbjahr 2022 gibt für den Einzelhandel in Deutschland ein diffiziles Bild ab. Wurde mit der Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2022 noch die Hoffnung auf eine kräftige Erholung von der in einigen Branchen erlebten Corona-Talfahrt verbunden, insbesondere im Bereich Mode und Bekleidung, so wurde diese schlagartig im zweiten Quartal enttäuscht. Harte Lockdown- Maßnahmen in China mit dem damit einhergehenden Abriss von Lieferketten,
der Ausbruch des Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Energiepreisexplosion sowie eine drastische Inflationsrate trugen zu einer deutlichen Stimmungseintrübung bei, die letztlich alle Einzelhandelsbranchen erfasst hat.

Die Spitzenmieten in 1a-Lagen der Metropole Ruhr haben in diesem Spannungsfeld in einigen Teilmärkten wie bspw. Dortmund und Essen nochmals leicht nachgegeben, während diese in den A-Städten 2022 stabil geblieben sind. Der Trend nachlassender Mieten hatte durch die online Konkurrenz bereits vor Corona eingesetzt. Nach pandemiebedingten Lockdowns kommen jetzt die hohe Inflation und die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten dazu, wodurch die Konsumausgaben für den aperiodischen Bedarf (Bekleidung, Elektro, Einrichtung) sinken könnten. Aktuell werden die diskontierenden Betriebsformen wieder stärker nachgefragt.
Höherpreisige und -wertige Produkte werden seitens der Konsumenten vermehrt durch niedrigpreisige ersetzt, was den Discountern – trotz auch dort feststellbarer Preissteigerungen – verstärkten Rückenwind gibt, während z.B. im Lebensmittelsegment die Supermärkte bzw. Vollsortimenter von Umsatzrückgängen berichten. Der zuletzt in den Hintergrund getretene Preiseinkauf tritt somit wieder in den Vordergrund und dominiert vielfach die Einkaufsentscheidung.