Das zweitägige Programm startete in Essen. Der universitätsmedizinische Standort ist ein absoluter Vorreiter im Bereich der Digitalisierung in der Medizin in Deutschland. Das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) trägt dazu bei, Essen und NRW deutschlandweit zum Leitstandort für Künstliche Intelligenz in der Medizin zu etablieren. Dr. Jana Drechsler von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft stellte im Showroom des Smart Hospitals KI-basierte Prototypen entlang der „Patientenreise“ vor - darunter ein Sprachassistenzsystem zur Steuerung des Patientenzimmers sowie ein multimodales Unterstützungstool für die Angiografie.
KI in der Gesundheitswirtschaft
„Künstliche Intelligenz wird die Gesundheitswirtschaft komplett verändern - von der Wissenschaft bis zum Marketing", resümierte Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan an der FOM Hochschule und eine der führenden Stimmen Deutschlands im Bereich digitale Gesundheit. In seinem Impuls stellte er die exponentiellen Technologien im Gesundheitswesen für Scale-ups vor.
„AI muss zusammen in Europa entwickelt werden. Es macht keinen Sinn, nur für Deutschland oder nur in den Niederlanden daran zu arbeiten."
Dekan an der FOM HochschuleWhat’s next in Health?
Für die niederländischen Unternehmen stand auf ihrer Reise ins Ruhrgebiet neben dem fachlichen Austausch vor allem das Netzwerken im Vordergrund. Wie wichtig das ist, unterstrich Floor Waardenburg, Geschäftsführer von Cue2Walk, der selbst vor ein paar Jahren von Den Haag ins Ruhrgebiet expandierte. Im FIEGE’s Stammhaus in Bochum trafen bei der Abendveranstaltung „What’s next in Health" die internationalen Innovatorinnen und Innovatoren mit Akteurinnen und Akteuren der regionalen Gesundheitswirtschaft, Forschung und Versorgung zusammen. Dr. Thomas Wollinger, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung, stellte die zahlreichen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit für Start-ups, Investoren und internationale Unternehmen vor.
Insides der Gesundheitswirtschaft
Tag zwei der Tour stand ganz im Zeichen praktischer Tipps und Einblicke in das Ökosystem der Gesundheitswirtschaft im Ruhrgebiet. Bei Quhr, dem Smart Health Hub für Start-ups im Ruhrgebiet startete die Delegation mit einem Netzwerk-Frühstück und Impulsen von Leif Grundmann und Christoph Monfeld von MedEcon. MedEcon Ruhr ist das Netzwerk der Gesundheitswirtschaft in Deutschlands größtem Ballungsraum. Rund 170 Unternehmen und Einrichtungen aus Klinikwirtschaft, Gesundheitsversorgung und -forschung sowie den zuliefernden Branchen sind über ihre Mitgliedschaft im MedEcon Ruhr e.V. verbunden.
Von Bochum ging es dann nach Dortmund zum innoclub, dem Netzwerk für Start‑ups, KMU & Corporates. Hier erfuhr die Delegation aus erster Hand, was zu beachten ist, wenn man ins Ruhrgebiet expandieren möchte. Hans Middelweerd, Co-Founder bei ResearchManager, schilderte seine Erfahrungen. Anfang des Jahres hatte sich sein Unternehmen im Ruhrgebiet niedergelassen und das TechnologieZentrumDortmund als Ausgangspunkt gewählt, um in Deutschland zu wachsen.
Wie funktioniert der Vertrieb hier in Deutschland? Und was muss ich über Vergütungen für Gesundheitsdienstleistungen wissen? Wie arbeiten die Krankenkassen? Fragen zu ganz konkreten rechtlichen und versicherungstechnischen Sachverhalten, aber auch zum Vertrieb im deutschen Markt wurden von Expertinnen und Experten in der Sparkassen Academy in Dortmund beantwortet. Denn - darüber waren sich alle Teilnehmenden einig - nur wer den deutschen Markt gut kennt, wird sich erfolgreich etablieren können.
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