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Das Ruhrgebiet bekommt eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff. Die Business Metropole Ruhr GmbH und der Regionalverband Ruhr werden gemeinsam hierfür ein Projektbüro einrichten.

Die grüne Transformation der Industrie ist entscheidend, damit Deutschland in Zukunft Klimaschutz und Wohlstand vereinen kann. Wasserstoff ist hierbei ein wichtiger Schlüssel - die Metropole Ruhr gilt als Vorreiter: Unternehmen, Forscher und Kommunen in der Region nutzen und erweitern bereits entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette Know-how und Anwendungen. Die Business Metropole Ruhr und der Regionalverband Ruhr richten nun eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff in der Metropole Ruhr ein.  Ziel ist es, die industrielle und klimafreundliche Erneuerung des Ruhrgebiets weiter voranzutreiben.

„Die Metropole Ruhr hat beim Zukunftsthema Wasserstoff eine starke Dynamik entwickelt, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Dies wollen und müssen wir zeigen“, sagt Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der BMR. „Die regionale Koordination ermöglicht es uns, die Transformation des Ruhrgebiets nach außen anschaulich und begreifbar zu machen. Wir fördern die vielfältigen Aktivitäten, indem wir eine starke Vernetzung aller Akteure in der Metropole Ruhr unterstützen sowie passende Beratungsleistungen identifizieren und gemeinsame regionale Initiativen ermöglichen“, so Frohne weiter.

Hauptaufgabe ist es, die vielfältigen Aktivitäten der Unternehmen, Hochschulen und Kommunen in der Metropole Ruhr zu unterstützen, um einen abgestimmten Aufbau von Erzeugung, Transport, Speicherung, Bereitstellung und Anwendung des Wasserstoffs zu ermöglichen.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel sagt: „Die Koordinierungsstelle soll einen wesentlichen Beitrag zur effizienten und raschen Umsetzung der Wasserstoff-Technologie in der Metropole Ruhr leisten. Sie muss die unterschiedlichen Anforderungen der Wirtschaft und der Kommunen an das Thema Wasserstoff erkennen, Bedarfe in regionaler Dimension ermitteln, möglichst zielgerichtete Beratung ermöglichen und die Expertise der Region nach außen hin vermarkten.“

Für einen unverzüglichen Aufbau einer Koordinierungsstelle wird auf das Know-how des RVR für Infrastruktur, Planung sowie Klima/Umwelt und der BMR für Projektentwicklung, Akteursvernetzung sowie Fördermittelberatung zurückgegriffen.

„Auf dem Weg zur grünsten Industrieregion der Welt ist die Umrüstung unserer Wirtschaftsprozesse auf erneuerbare Energien eine ambitionierte Gesellschaftsleistung“, sagt Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Oberbürgermeister der Stadt Herne. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr hatte in ihrer letzten Sitzung des Jahres 2021 die Verwaltung beauftragt, die regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff bei der BMR und dem RVR einzurichten.  

„Die Metropole Ruhr wird eine regionale Wasserstoffwirtschaft aufbauen, um sich als beispielhafte Wasserstoffregion zu positionieren. Um dieses Potenzial effizient zu heben, richten wir eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff im Ruhrgebiet ein“, so Dr. Dudda abschließend.

Zukunftsaufgabe Wasserstoff

In der Metropole Ruhr gibt es bereits zahlreiche Akteure, die sich mit dem Thema Wasserstoff beschäftigen wie beispielsweise das h2-netzwerk-ruhr in Herten. An den technisch orientierten Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region spielt das Thema ebenfalls seit längerem eine große Rolle. Vor einiger Zeit hat sich in Duisburg der Verein Hy.Region.Rhein.Ruhr gegründet. Duisburg hat darüber hinaus als einer von drei Standorten auch den Zuschlag vom Bundesverkehrsministerium für das künftige Innovations-und Technologiezentrum Wasserstofftechnologie (ITZ) erhalten, dass sich dort am bereits bestehenden Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) ansiedeln wird. In Essen bringt der H2-Beirat der Stadt die Top-Unternehmen und -Institutionen zusammen, um gemeinsam Projekte zu entwciklen und aktiv umsetzen. 

Nicht zuletzt ist durch das erste Deutsche Wasserstoff-Ranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln zum Ende des Jahres 2020 deutlich geworden, welches Potenzial die Metropole Ruhr beim Thema Wasserstoff bietet.

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