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Die Innovation Bridge North America hat das Ziel, ein starkes Netzwerk in den Innovations-Ökosystemen der USA und Kanada zu schaffen. Aktuell baut die BMR gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff auf.

Hauptaufgabe ist es, die vielfältigen Aktivitäten der Unternehmen, Hochschulen und Kommunen im Ruhrgebiet zu unterstützen, um einen abgestimmten Aufbau von Erzeugung, Transport, Speicherung, Bereitstellung und Anwendung des Wasserstoffs zu ermöglichen. Auch Kanada arbeitet derzeit erfolgreich an dem Ziel, in der Wasserstofftechnologie international ganz vorne mit dabei zu sein.

Virtuelle Veranstaltung auf Matchmaker.Ruhr

Um die H2-Expert*innen aus Kanada und dem Ruhrgebiet zu vernetzen und Synergien zu schaffen, veranstaltet die BMR am 23. Februar 2022 ein Event zusammen mit dem Canadian Tech Accelerator Germany virtuell über Matchmaker.Ruhr. Die grüne Transformation der Industrie ist entscheidend, damit Deutschland in Zukunft Klimaschutz und Wohlstand vereinen kann. Wasserstoff ist hierbei ein wichtiger Schlüssel und die Metropole Ruhr gilt als Vorreiter. Bei der Online-Veranstaltung wird die herausragende Rolle, die Wasserstoff in der grünen Transformation der kanadischen Industrie spielt, thematisiert. Denn die Erfolge dieser Strategie und immenser Forschungsanstrengungen sind bereits jetzt sichtbar und bieten für deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute exzellente Kooperationsmöglichkeiten.

Europas erstes Wasserstoff-Hub

Uwe Kerkmann, CEO der Essener H2UB GmbH, erläutert, wie die Dynamik internationaler Start-ups unser Wasserstoff-Ökosystem beflügeln kann. H2UB ist der erste Wasserstoff-Hub für Start-ups, Unternehmen und Forschung in Europa und vernetzt die verschiedenen Player und Investoren. So sollen Synergien geschaffen werden, die die Entwicklung des Wasserstoffmarktes in Europa beschleunigen. Uwe Kerkmann: „Start-ups haben oft innovative und bahnbrechende Ideen, allerdings auch einen Mangel an Mitteln, um diese Ideen allein umzusetzen und zu vermarkten. Umgekehrt haben viele Akteur*innen in der Industrie das Problem, dass dem Innovationsmanagement die entscheidenden Impulse und kreativen Köpfe fehlen. Das Ruhrgebiet bietet ideale Standortvoraussetzungen, weil wir hier in allen Bereichen der Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft international aufgestellte Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben. Deswegen sind solche Veranstaltungen wichtig, um dabei alle Partner*innen in den Austausch zu bringen.“

US-Unternehmen kommt mit Europazentrale nach Duisburg

Robert Zalinski vom US-amerikanischen Unternehmen Plug Power erläutert den Internationalisierungsdruck in der Wasserstoffwirtschaft und hebt die internationale Attraktivität des Standorts in der Metropole Ruhr hervor. Plug Power, einer der führenden Anbieter von Komplettlösungen mit grünem Wasserstoff für den globalen Markt, hat seinen europäischen Hauptsitz im Freihafen in Duisburg-Ruhrort angesiedelt und plant die Belegschaft auf bis zu 50 Mitarbeitende auszubauen. Robert Zalinski, Director European Service bei Plug Power: „Für unsere Europa-Zentrale hatten wir mehrere mögliche Standorte in Deutschland zur Auswahl. Für Duisburg und das Ruhrgebiet sprachen mehrere Punkte, zum Beispiel die hohe Dichte an potenziellen Kund*innen, die im Industrie- und Logistikbereich tätig sind oder die vorteilhafte Anbindung an internationale Logistikrouten. Dazu kommt, dass die Metropole Ruhr im Rahmen der H2-Strategie des Landes NRW auf einem sehr guten Weg ist, zu einem Kompetenzzentrum im Bereich Wasserstoff zu wachsen. Das bietet sehr gute Vernetzungsmöglichkeiten in der Region. Der Innovation Bridge-Ansatz der BMR ist dafür eine ideale Plattform, die wir gerne unterstützen. Denn internationale Kooperationen gerade im Bereich von forschungsintensiven Zukunftstechnologien sind oft der Schlüssel für die notwendige Geschwindigkeit bei der Markteinführung, um im globalen Wettbewerb vorne mitzuspielen.“

Das Online-Event vernetzt alle Player der Wasserstoffwirtschaft

Anschließend diskutieren die Expert*innen über regionale Wasserstoffinitiativen und die Chancen für Unternehmen und Start-ups in regionalen Ökosystemen bei der Umgestaltung von Regionen der Schwerindustrie. Zehn kanadische Wasserstoff-Start-ups werden aktuell in einem speziellen Programm auf den Markteintritt in Deutschland vorbereitet. Die Metropole Ruhr ist die erste Region Deutschlands, in der sie sich vorstellen und aktiv mit potenziellen Kooperationspartnern ins Gespräch kommen können.

Kanadas Botschafter in Deutschland, Stéphane Dion, und Prof. Dr. Julia Frohne, Vorsitzende der Geschäftsführung der BMR, werden das englischsprachige Event eröffnen. Jetzt anmelden für die virtuelle Veranstaltung am Mittwoch, 23. Februar 2022, 15.00 – 17.00 Uhr auf Matchmaker.Ruhr. Im Anschluss an die Veranstaltung sind 1-on-1 Meetings für den tiefer gehenden Austausch möglich.

Das Ziel der Innovation Bridges der BMR

Als regionale Wirtschaftsförderung möchte die BMR sowohl die Ansiedlung von ausländischen Unternehmen in der Metropole Ruhr als auch die Markterschließung von heimischen Unternehmen in im Ausland unterstützen. Nach den Erfahrungen mit der Innovation Bridge Israel und der Innovation Bridge China baut die BMR mit der Innovation Bridge North America auch eine Brücke aus dem Ruhrgebiet nach Nordamerika.

Mit über 300.000 Studierenden hat das Ruhrgebiet die höchste Hochschuldichte Europas und ist heute in vielen Zukunftsthemen, wie z.B. der IT-Sicherheit, international führend mit ausgewiesener Exzellenz in Forschung und Entwicklung. In Kombination mit der hohen Industriedichte mit vielen großen DAX-Konzernen sowie einem heterogenen und vielfältig aufgestellten Mittelstand und zahlreichen Innovationsförderprogrammen hat das Ruhrgebiet beste Voraussetzungen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Metropole Ruhr als Innovationsstandort.

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