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Neue Lagen, neue Möglichkeiten: Die Quartiersentwicklung muss breiter gedacht werden. Sozialer Nutzen und Nachhaltigkeit sind eigene starke Werte, sie stärken aber auch den immobilienwirtschaftlichen Nutzen eines Projekts. Eine spannende Diskussion fand auf dem Immobilienkongress Meet@Ruhr mit Sarah Dungs, Prof. Andreas Krys, Simon Nowack und Prof. Dr. Julia Frohne statt.

 

„In Quartieren sollte Vielfalt eine Berücksichtigung finden, wir benötigen Mischgenutzte Immobilien, außerdem sollte die Nachbarschaft mit einbezogen werden“, sagte Andreas Krys. Durch die Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt finde ein Umdenken an vielen wichtigen Ecken statt, weil wir man nun dazu gezwungen werde, so Krys. "Es gibt einen Wandel, da ist eine Diskussion zu beobachten, die sich von den klassischen Assetklassen differenziert. Denn wir wollen nicht nur Gebäude, sondern auch Menschen in das Ruhrgebiet holen. Da spielen uns die weichen Standortfaktoren unserer polyzentrischen Metropole in die Karten“, sagte Prof. Dr Julia Frohne: "Industrie heute ist nicht mehr die Industrie wie vor 50 Jahren."

 

Impressionen

 

Wertschätzung für Bestand

Mehr Selbstbewusstsein in der Region forderte auch Sarah Dungs von Greyfield: „Wir müssen nur wir selbst sein, denn wir haben die gemischten Quartiere schon - das Ruhrgebiet sollte authentisch bleiben, damit zukünftig alle werden wollen wie das Ruhrgebiet und nicht wie die A-Städte“. Es brauche noch mehr Wertschätzung des Bestandes: "Das nachhaltigste ist nicht neu zu bauen, sondern den Bestand wertzuschätzen." Assetklassen seien für Investoren gemacht, so Dungs: „Wir sollten für Menschen bauen."

"Wir sollten uns als Metropole sehen und eben nicht nur den eigenen Kirchturm. Gedanken und Überlegungen sollten nicht an der Stadtgrenze enden", sagte Simon Nowack, Stadtrat der Stadt Gelsenkirchen. Bestes Beispiel sei die Entwicklung auf dem Gelände Neue Zeche Westerholt, eine Zusammenarbeit der Städte Gelsenkirchen und Herten.

Die Meet@Ruhr, organisiert von StonyRealEstate, brachte die Immobilienbranche zum ersten Mal an zwei Tagen in der Stadthalle Mülheim zusammen. Die nächste Gelegenheit zum Perspektivwechsel und Austausch bietet der Auftakt des Innenstadtdialogs der BMR, einer fünfteiligen Fachreihe zur Entwicklung der Innenstädte. Am 19. September geht es im Wissenschaftspark Gelsenkirchen um das Thema „Arbeit und Wirtschaft“. Vier weitere Fachveranstaltungen bis September 2023 werden die Themen Stadtverkehr und (City-)Logistik, Innenstadtmanagement, Planungsrecht und Bauordnung, Lebensqualität in der City sowie Europäische Impulse thematisieren.

Link zur Veranstaltung Meet@Ruhr:
www.meetatruhr.de
 

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