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Geothermie soll als natürliche Energiequelle dazu beitragen, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid erheblich zu reduzieren. In urbanen Räumen wie der Metropole Ruhr erscheint die Nutzung und Erkundung des geologischen Potenzials besonders interessant, weil eine gute Wärmenetzinfrastruktur und viele Nutzer*innen vorhanden sind.

Eine starke Region für Umweltwirtschaft

Das Ruhrgebiet zeichnet sich durch jahrzehntelange Erfahrungen in der Transformation von der Montanindustrie zu einer führenden Region für Umweltwirtschaft aus. Neben den Aktivitäten rund um Wasserstoff als Energieträger, gilt Geothermie – ob in der Tiefe oder oberflächennah – als ein wichtiger Baustein, um die Energiewende zu schaffen. Denn das Ziel der neuen Bundesregierung ist ambitioniert: 50 Prozent der Wärme soll bis 2030 klimaneutral erzeugt werden.

Das Ruhrgebiet ist bei Geothermie gut aufgestellt.

Um dies noch bekannter zu machen, veranstaltet Greentech.Ruhr das Online-Event „Neue Chancen von Geothermie im urbanen Raum“. Als Teil des digitalen Veranstaltungsprogramms der e-World Community beleuchten Expert*innen des Geologischer Dienstes NRW, der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG zusammen mit den Greentech.Ruhr-Netzwerkpartnern aix-o-therm GeoEnergien und DMT GmbH & Co. KG die besonderen Herausforderungen der Wärmewende. „Die Herausforderungen liegen klar auf der Hand: Die Wärmeversorgungsunternehmen im Ruhrgebiet müssen unverzüglich umdenken und handeln. Die Zeit von der ersten Planung eines geothermischen Wärmewerkes bis zur Wärmeeinspeisung in ein Verteilnetz dauert mindestens fünf Jahre. Es ist also absehbar, dass die Kapazitäten bzgl. Planung, Erkundung, Bohren und Bau künftig knapp werden könnten,“ sagt DMT-Geschäftsführer Jens-Peter Lux.

Bei der virtuellen Veranstaltung werden konkrete Ergebnisse zur geologisch-geothermischen Datenlage in NRW aus dem EU-Projekt „DGE-ROLLOUT – Roll-out of Deep Geothermal Energy“, präsentiert. Denn DGE-ROLLOUT ermöglicht die Nutzung der tiefen Geothermie als klimafreundliche Energieressource zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zum Schutz der Umwelt in Nordwesteuropa. Gemeinsam wird Gestein im Untergrund gesucht, durch dessen Hohlräume heißes Wasser fließt. Durch ein speziell ausgebautes Bohrloch soll das heiße Wasser nach oben gefördert und seine Wärme genutzt werden. Das abgekühlte Wasser wird durch ein zweites Bohrloch in den Untergrund zurückgeführt. DMT-Geschäftsführer Jens-Peter Lux sieht gerade im Ruhrgebiet große Chancen: „Es liegen umfangreiche Daten über die Bergbau-Infrastruktur vor, und darüber hinaus haben wir in NRW einen ausgezeichneten Geologischen Dienst, der die vorhandenen Daten auswertet und die Datenlage über die geothermischen Ressourcen weiter verbessert. Die Voraussetzungen könnten also kaum besser sein. Dazu kommen viele lokal bereits vorhandene Wärmenetze, die nun angepasst und ausgebaut werden müssen.“

Online-Event von Greentech.Ruhr

Darüber hinaus erläutern Greentech.Ruhr-Netzwerkpartner bei dem Online-Event typische Schritte bei der Planung, Exploration und Erstellung eines geothermischen Heizwerkes zur Konversion der Fernwärme, aber auch Wärmenetze auf Basis von oberflächennaher Erdwärme werden thematisiert. Sie sind besonders bei der Entwicklung neuer Wohnquartiere interessant. Denn diese Energiequelle lässt sich mit Photovoltaik-Strom klimaneutral nutzen und erlaubt sowohl die Gebäudekühlung als auch die Abwärmenutzung aus gewerblichen Quellen.

Jetzt hier für das Event am 27. Januar, 10.00 – 11.30 Uhr, auf der Plattform der e-world Community anmelden.

Greentech.Ruhr ist ein Projekt der Business Metropole Ruhr GmbH. Das Netzwerk innovativer Firmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie diverser öffentlicher Einrichtungen der Umweltwirtschaft bringt Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Forschung zusammen, präsentiert innovative Ideen und zeigt neue Chancen auf, die das Ruhrgebiet weiter vorantreiben können.

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