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Zum ersten Mal hat die Metropole Ruhr eine Strategie der intelligenten Spezialisierung. Diese hilft der Region bei ihrer weiteren Transformation hin zu einem hochinnovativen und klimaneutralen Wirtschaftsstandort. Die BMR hat das strategische Rahmenwerk zusammen mit ihren Partnern aus den Kommunen entwickelt. Auf einer Fachkonferenz im Wissenschaftspark Gelsenkirchen wurde sie nun vor Experten aus Wirtschaftsförderungen, Instituten und Unternehmen vorgestellt.

 

Strategie der intelligenten Spezialisierung

„Es geht darum, dass eine Region selbst definiert, was sie will. Erst dann geht es ums Geld“, so Thomas Wobben. Der Director for Legislative Works im Europäischen Ausschuss der Regionen stellte die Brüsseler Sicht auf die zukünftige Förderpolitik vor und gab Einblicke in die Erwartungshaltung der Europäischen Kommission. 56 Milliarden Euro stellt die EU in der aktuellen Förderperiode für regionale Fördermittel in ganz Europa zur Verfügung. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei die Smart Specialisation Strategy – oder kurz S3.

Mit der Strategie der intelligenten Spezialisierung erfüllt die Metropole Ruhr die Brüsseler Erwartungen, so Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der Business Metropole Ruhr (BMR): „Wir wollen mit der Strategie mehr Schlagkraft für das Erzielen von Fördermitteln erreichen.“  Dabei gehe es nicht um Defizite. Ganz im Gegenteil: „Wir wollen unsere Stärken ausbauen“, so Frohne. Dies sei zentral im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe. „Wir müssen unsere Fachkräfte halten und binden. Die Unternehmen gehen dahin, wo die Köpfe sind.“ Denn es werde immer deutlicher: Der weltweite Wettbewerb zwischen Regionen wird zunehmend härter.

 

 

Sechs Themen für das Ruhrgebiet

Sechs Themen nennt die neue Spezialisierungsstrategie für das Ruhrgebiet, die von der BMR in enger Abstimmung mit den Kommunen erarbeitet worden ist, wie Jörg Kemna, Prokurist der Business Metropole Ruhr, erklärte. Die sechs Spezialisierungsthemen Cybersecurity/Künstliche Intelligenz, Grüne Technologien/Wasserstoff/Kreislaufwirtschaft, Neue Industrie, Intelligente Logistik, Smart City und Gesundheitswirtschaft verteilen sich dabei über Teilbereiche des Ruhrgebiets. Die Erkenntnis: Nicht jeder kann alles gleich gut.

Das Ruhrgebiet sei im Vergleich mit anderen altindustriellen Regionen in Europa durch seine polyzentrische Struktur besonders herausgefordert, so Prof. Dr. Matthias Kiese, Professor für Stadt- und Regionalökonomie an der Ruhr-Universität Bochum. Die S3-Stratgeie übersetze dies in ein Konzept im Wettbewerb um Fördergelder.

 

 

Wettbewerbsvorteile generieren

Nun müssten weitere Schritte folgen, forderte Dr. Judith Terstriep, Direktorin des Forschungsschwerpunkts „Innovation, Raum & Kultur“ am Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen:

„Wir wollen mit der S3-Strategie Wettbewerbsvorteile generieren, wir wollen auf Herausforderungen reagieren und dafür wollen wir Prioritäten setzen. Die Strategie ist aber nur der erste Schritt.“

Die Strategie müsse jetzt mit Leben gefüllt werden. Dazu seien alle Akteure in der Region aufgefordert. Neben Wirtschaft, Wissenschaft und Politik/Verwaltung gehöre dazu ausdrücklich die Gesellschaft mit ihren Interessensvertretern, erklärte Terstriep:

„Erst durch das Zusammenspiel werden wir den Wandel meistern können.“

 

 

Die S3-Strategie ist Teil des Programms COHESION.

Weitere Informationen über die intelligente Spezialisierung finden Sie auch hier.

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