Transformation mit klarer Richtung
Die Messe hat deutlich gemacht: Green Economy ist die Leitlogik der Zukunft. Ressourceneffizienz und funktionierende Materialkreisläufe rücken in den Mittelpunkt von Industrie, Wasserwirtschaft und Abfallsektor. Gleichzeitig erhöhen Klimafolgen und strengere regulatorische Anforderungen – etwa bei PFAS oder klimaresilienter Infrastruktur – den Handlungsdruck.
Digitalisierung als Innovationstreiber
Von digitalen Produktpässen bis hin zu KI-gestützten Anwendungen für Energieeffizienz, Planung und Wartung: Die digitale Transformation der Umweltwirtschaft war auf der IFAT allgegenwärtig und ein zentraler Innovationstreiber.
„Sauberes Wasser, sichere Infrastruktur und mehr Schutz vor den Folgen der Klimakrise sind zentrale Zukunftsaufgaben. Auf der IFAT zeigt Nordrhein-Westfalen, dass unsere Unternehmen dafür starke Lösungen entwickeln - gerade im Ruhrgebiet. Greentech.Ruhr macht sichtbar, wie viel Know-how in der Umweltwirtschaft steckt. Mit der geplanten Zukunftsstrategie Wasser wollen wir diese Stärke weiter nutzen: für mehr Klimaresilienz, für lebenswerte Städte und Gemeinden und für einen starken Umweltwirtschaftsstandort NRW.“
Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-WestfalenStandortvorteil “Machen statt Quatschen”
Am Greentech.Ruhr-Stand wurde deutlich, was den Standort ausmacht: Technologisches Know-how trifft auf jahrzehntelange Ingenieurskompetenz, datengetriebene Lösungen und starke Forschung. Besonders prägnant blieb ein oft gehörtes Bild: Das Ruhrgebiet steht für „Machen statt Quatschen“ – ein echter Standortvorteil, der international wahrgenommen wird.
Unsere Partner auf der IFAT
Die AQUADOSIL Wasseraufbereitung GmbH mit Sitz in Essen ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Trinkwasseraufbereitung für die öffentliche Wasserversorgung spezialisiert hat. Zentrales Kerngeschäft ist die Planung, der Anlagenbau sowie die Lieferung von Verfahren und Komponenten zur physikalischen Entsäuerung, Belüftung und Filtration von Trinkwasser. Im Mittelpunkt steht das AQUADOSIL‑System, ein physikalisches Kreuzstromverfahren, bei dem Kohlensäure durch feinblasigen Lufteintrag aus dem Wasser entfernt und der pH‑Wert angehoben wird. Ergänzend bietet das Unternehmen Dosierprodukte wie Korrosionsinhibitoren sowie verfahrenstechnisches Know-how für Filtrations- und Rohrleitungssysteme an. Die Lösungen kommen in Wasserwerken unterschiedlicher Größenordnung zum Einsatz und zielen auf eine stabile Trinkwasserqualität sowie den Schutz der Infrastruktur ab. Damit leistet AQUADOSIL einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser und zur langfristigen Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung.
Die Okeanos Smart Data Solutions GmbH mit Sitz in Bochum ist ein auf die Wasser‑ und Umweltwirtschaft spezialisiertes Unternehmen, das Fachberatung mit daten‑ und KI‑gestützten Analysen verbindet. Das Kerngeschäft liegt in der Entwicklung digitaler Lösungen zur Beantwortung wasserwirtschaftlicher Fragestellungen, insbesondere in den Bereichen Hochwasser‑ und Starkregenmanagement, Abwasserwirtschaft sowie urbane blau‑grüne Infrastruktur. Okeanos kombiniert dabei hydrologisches Fachwissen mit künstlicher Intelligenz, smarten Sensorkonzepten und räumlichen Datenanalysen. Die entwickelten Anwendungen unterstützen unter anderem die frühzeitige Erkennung von Naturgefahren, die Optimierung des Kläranlagenbetriebs und die Ableitung von Entscheidungsgrundlagen für Kommunen und Wasserwirtschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung, einschließlich der Begleitung von Forschungs‑ und Entwicklungsprojekten. Damit adressiert das Unternehmen zentrale Herausforderungen der Klimafolgenanpassung und trägt zur Stärkung der Resilienz wasserbezogener Infrastrukturen bei.
Die Weidner Wassertechnik GmbH mit Hauptsitz in Herten ist ein seit über 25 Jahren tätiges Unternehmen im Bereich der industriellen Wasseraufbereitung. Das Kerngeschäft umfasst die Entwicklung, Herstellung und Anwendung wasserchemischer Produkte sowie begleitende Dienstleistungen und Anlagentechnik für unterschiedliche Einsatzfelder der Wasserwirtschaft. Das Leistungsportfolio deckt unter anderem die Aufbereitung von Kühl‑, Kessel‑, Prozess‑, Trink‑ und Abwasser sowie geschlossener Wasserkreisläufe ab und reicht von Enthärtung und Entsalzung bis hin zu Membran‑ und Spezialverfahren. Ergänzt werden die Produkte durch wasserchemische Beratung, Analytik, Serviceleistungen und individuell ausgelegte Dosier‑ und Aufbereitungssysteme. Die Lösungen des Unternehmens zielen auf einen effizienten Ressourceneinsatz, den Schutz wasserführender Anlagen und die Verlängerung von Standzeiten ab. Damit leistet Weidner Wassertechnik einen praxisorientierten Beitrag zu Wasser‑ und Ressourceneffizienz sowie zur Kreislaufwirtschaft in industrie‑ und anlagenbezogenen Anwendungen.
Das Zentrum für Wasser‑ und Umweltforschung (ZWU) ist ein interdisziplinäres und fakultätsübergreifendes Forschungszentrum der Universität Duisburg‑Essen, das 2003 gegründet wurde. Es bündelt die wasser‑ und umweltbezogene Forschung der Universität und vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zu zentralen Fragen eines nachhaltigen Umgangs mit Wasser und Umwelt. Thematische Schwerpunkte liegen unter anderem in der Gewässerökologie, Trinkwasseraufbereitung und ‑verteilung, Umweltchemie und ‑toxikologie sowie im urbanen Wasserkreislauf. Das ZWU initiiert und koordiniert anwendungsorientierte Forschungsprojekte, Forschungsverbünde und wissenschaftliche Netzwerke und begleitet diese von der Antragstellung bis zum Wissenstransfer. Ergänzend fungiert es als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und öffentlichen Akteuren. Damit leistet das ZWU einen Beitrag zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Lösungsansätze für Umwelt‑, Klima‑ und Ressourcenfragen, insbesondere im Kontext nachhaltiger Wasserwirtschaft und Klimaanpassung.
Politischer Besuch mit Signalwirkung
Ein besonderes Highlight war der spontane Besuch von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Landes-Umweltminister Oliver Krischer, die auf dem Weg zum nächsten Termin an unserem Stand vorbeikamen – und angezogen vom Claim „Germany's best kept business secret“ einen Zwischenstopp eingelegt haben.
Beim späteren offiziellen Termin nutzten die Aussteller die Gelegenheit zum direkten Austausch mit NRW-Umweltminister Krischer, der die Bedeutung der Branche noch einmal unterstrich: „Sauberes Wasser, sichere Infrastruktur und mehr Schutz vor den Folgen der Klimakrise sind zentrale Zukunftsaufgaben. Auf der IFAT zeigt Nordrhein-Westfalen, dass unsere Unternehmen dafür starke Lösungen entwickeln - gerade im Ruhrgebiet. Greentech.Ruhr macht sichtbar, wie viel Know-how in der Umweltwirtschaft steckt. Mit der geplanten Zukunftsstrategie Wasser wollen wir diese Stärke weiter nutzen: für mehr Klimaresilienz, für lebenswerte Städte und Gemeinden und für einen starken Umweltwirtschaftsstandort NRW“.
Have a break, have a network
Unter dem Motto „Have a break, have a network“ wurde der Greentech.Ruhr-Stand zum Treffpunkt für Austausch und Begegnungen. In kompakter Atmosphäre entstanden wertvolle Gespräche und neue Kontakte – ein weiterer Beleg für die Rolle der IFAT als internationale Plattform für Vernetzung.
Internationaler Blick: Innovation aus den Niederlanden und darüber hinaus
Am Niederlande-Pavillon – organisiert von der Water Alliance – bot sich ein spannender Einblick in zahlreiche innovative Unternehmen der niederländischen Wasserwirtschaft. Der Austausch ist besonders relevant, da bereits kürzlich erste Kontakte in Leeuwarden geknüpft wurden.
Auch im Start-up-Bereich zeigte sich die internationale Dynamik der Branche: Neben den Niederlanden waren junge Unternehmen aus weiteren „Bridges“-Regionen, darunter Großbritannien und Nordamerika, vertreten. Viele dieser Akteure könnten perspektivisch bei Formaten wie Zoom into the Ruhr oder Explore the Ruhr wieder eine Rolle spielen.
Ruhrgebiet auf der Green Stage
Auf der Green Stage wurde die Stärke des Standorts sichtbar: Gemeinsam mit Peter Bolduan (CEO atech innovations GmbH) und Benjamin Mewes (CEO Okeanos Smart Data Solutions GmbH) zeigte Greentech.Ruhr, warum das Ruhrgebiet ein führender Standort der Umweltwirtschaft ist – praxisnah, innovativ und unternehmerisch erfolgreich.
Das sagen unsere Standpartner
Lösungen aus dem Ruhrgebiet gefragt
Die IFAT hat eindrucksvoll bestätigt: Die Herausforderungen der Wasserindustrie sind global – und Lösungen aus dem Ruhrgebiet sind gefragt. Das große Interesse internationaler Besucher sowie der Austausch mit internationalen Partnern unterstreichen die wachsende Bedeutung des Standorts.
Für Greentech.Ruhr war die Messe ein klarer Erfolg:
- Neue, wertvolle Kontakte stärken das Netzwerk – insbesondere in der Wasserwirtschaft
- Gemeinsame Messeauftritte ermöglichen Unternehmen Sichtbarkeit und Kundenbindung, auch ohne eigene Präsenz
- Die Vielfalt aus KMU, Forschung und Scale-ups zeigt die Leistungsfähigkeit der Region
Der gemeinsame Auftritt hat das Ruhrgebiet als praxisorientierte Modellregion für industrielle Umweltwirtschaft positioniert – passgenau zu den aktuellen Prioritäten von EU und Bund.
Kurz gesagt: Die IFAT war ein Erfolg, weil das Ruhrgebiet zeigt, wie Transformation funktioniert – konkret, innovativ und umsetzungsstark.
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