Gemeinsam für den Gesundheitsstandort Ruhrgebiet
Unter dem Motto „The Ruhr – Germany’s best-kept business secret“ präsentierte sich das Ruhrgebiet am gemeinsamen Messestand. Mit dabei waren die Agentur GesundheitsCampus Bochum und die Essenener Wirtschaftsförderung, der Kreis Recklinghausen sowie die Start-ups Docport, Levin und Kaarlo. Der Auftritt zeigte die Vielfalt des Gesundheitsökosystems in der Region und präsentierte das Ruhrgebiet als starken Standort für internationale Gesundheitsunternehmen und -Start-ups, die ihre Aktivitäten nach Deutschland ausweiten wollen.
„Deutschland und das Ruhrgebiet sind für uns interessant, da es mit den Digitalen Gesundheitsanwendungen, kurz DiGa, ein Vergütungssystem für Gesundheits-Apps gibt. In Estland haben wir zwar die technische Infrastruktur, aber kein DiGa-Angebot.“ Andres Mellik, Co-Gründer der Krankenhausanwendung CoNurse.
Networking über die Innovation Bridge Netherlands
Ein besonderes Highlight war die Abendveranstaltung unserer Innovation Bridge Netherlands. Im Stadtzentrum von Amsterdam kamen Gründer, Business-Development-Expertinnen und weitere Gäste aus den Niederlanden und aus dem Ruhrgebiet zusammen. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen aus der Praxis, konkrete Expansionsfragen und die Chancen einer engeren Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarn. In einer Diskussionsrunde beleuchteten Dr. Anke Diehl vom Universitätsklinikum Essen, Margret Hünerbein vom niederländischen Start-up Bilihome und Serko Hermans von Vaxio die Frage, wie Innovationen im Gesundheitswesen grenzüberschreitend angenommen und in einem größeren Maßstab skaliert werden können.
Viele Gespräche machten deutlich: Wer nach Deutschland expandieren möchte, sollte rechtzeitig Entscheidungen treffen und sich gut vorbereiten. Unterschiede bei rechtlichen Anforderungen, medizinischen Leitlinien, Erstattungsfragen oder im Marketing sind für internationale Start-ups und Unternehmen relevant. „Trefft rechtzeitig eure Entscheidung – und nehmt Hilfe an“, empfahl Serko Hermans, der bereits im Ruhrgebiet aktiv ist. Die Innovation Bridge Netherlands und das BMR-Projekt International Health Ruhr vermitteln interessierte Gründerinnen und Gründer an die richtigen Partner und können so den Start im Ruhrgebiet erleichtern.
„Deutschland und das Ruhrgebiet sind für uns interessant, da es mit den Digitalen Gesundheitsanwendungen, kurz DiGa, ein Vergütungssystem für Gesundheits-Apps gibt. In Estland haben wir zwar die technische Infrastruktur, aber kein DiGa-Angebot.“
Co-Gründer, CoNurseDaten, KI, Femtech, Interoperabilität und vieles mehr
Die HLTH Europe brachte Start-ups, Unternehmen, Kliniken, Investorinnen und Experten aus den Niederlanden, Großbritannien, Israel, Spanien und zahlreichen weiteren Ländern zusammen. Auf vier thematischen Bühnen, im hochkarätig besetzten Konferenzprogramm und auf den Messeständen standen Fragen und Produkte rund um Gesundheitsdaten und Künstliche Intelligenz im Vordergrund. Dabei waren die Anwendungsfelder höchst unterschiedlich – von Hilfsmitteln für Demenzpatienten und Sport-Apps für Physiotherapie über Frauengesundheit bis zu Medizintechnologie für Krankenhäuser.
Viele gute Gespräche beim Networking-Abend und auf der Messe haben gezeigt: Die Größe des Gesundheitsmarkts, die vielfältigen Akteure und die offene Mentalität der Menschen im Ruhrgebiet wecken Interesse bei Start-ups und Unternehmen aus dem Nachbarland.













