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Die H2-Welt zu Gast im Ruhrgebiet

25.08.2025

Einen 360°-Blick über das Ruhrgebiet und seine Wasserstoffanwendungen bot die Hydrogen Metropole Ruhr (HyMR) H2-Netzwerken in der vergangenen Woche. Sie hatte die deutsche Wasserstoffszene zu einem Treffen ins Ruhrgebiet eingeladen. Neben Werksbesuchen bei ZINQ und OGE gab es Einblicke in weitere zentrale Wasserstoffprojekte sowie Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit regionalen Partnern beim Abend-Event HyMR-Summernight.

Zehn bundesweite Netzwerke nahmen an der Veranstaltung am 21. und 22. August teil und lernten vor Ort die vielfältigen Initiativen und Projekte kennen. Weitere 13 regionale Partnernetzwerke kamen bei der HyMR-Summernight hinzu.

Einblicke vor Ort

Der erste Tag begann im Klimahafen Gelsenkirchen. Projektmanager Timo Schenkhorst machte dort die Zielrichtung deutlich: „So schnell wie möglich klimaneutral werden.“ Bereits heute sind sechs Unternehmen aus dem industriellen Mittelstand im Klimahafen anlagentechnisch auf Wasserstoff vorbereitet. Bei einer Werksbesichtigung bei ZINQ betonte CEO Lars Baumgürtel, wie wichtig Investitionen in die Infrastruktur sind.

 „Gesetze helfen nicht – gebraucht werden Investitionen in flexible Energiesysteme und die nötige Infrastruktur.“

Lars BaumgürtelCEO ZINQ

In Bochum stellte Andreas Sturm, Projektmanager bei der Business Metropole Ruhr, das 5-StandorteProgramm vor, das den Strukturwandel nach der Abschaltung der letzten Kohlekraftwerke begleitet. Ein gefördertes Projekt daraus präsentierte Dr. Florian Wirkert von der Westfälischen Hochschule: das H2Solution Lab. Ab 2029 soll es Unternehmen ermöglichen, Wasserstoffsysteme und -komponenten bis zu einer Leistung von 1 MW zu entwickeln und praxisnah zu testen.

HyMR-Summernight: Netzwerken mit Blick über das Ruhrgebiet

Am Abend des ersten Tages lud die Hydrogen Metropole Ruhr zur HyMR-Summernight in das Milestone-Gebäude in Bochum. Mit 360°-Blick über das Ruhrgebiet, aber vor allem mit intensiven Gesprächen, knüpften bundesweite und regionale Akteure neue Kontakte und vertieften bestehende Partnerschaften.

„Die Resonanz zeigt: Das Ruhrgebiet ist ein attraktiver Standort für den Austausch zur Wasserstoffwirtschaft. Wir bringen Netzwerke zusammen, schaffen Einblicke in die Projekte der Region und stoßen so gemeinsam die Transformation an.“

Niklas ReinertProjektmanager Hydrogen Metropole Ruhr

H2-Trainingsstrecke in Werne

Am zweiten Tag führte die Reise zur H2-Trainingsstrecke von OGE in Werne. Fabian Ruppert, Teamleiter für Transformation im technischen Betrieb, fasste es prägnant zusammen: „Erdgas können wir, für Wasserstoff qualifizieren wir uns – die H2-Trainingsstrecke ist ein elementarer Teil.“ Dort wird Betriebspersonal von Wasserstoffnetzbetreibern – insbesondere Meisterinnen, Techniker, und Handwerkerinnen - in Praxistrainings unter realen Bedingungen im sicheren Umgang mit H2-Leitungen und -Anlagen geschult.