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© Simon Rak

Policy paper: Aktivierung von Brachflächen

04.02.2026

Die Business Metropole Ruhr (BMR) hat gemeinsam mit zwölf europäischen Partnerregionen ein Policy Paper zur zukünftigen Förderung von Brachflächen in der Europäischen Union veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „The Activation of Brownfields in the European Union: Creating New Opportunities through the Multiannual Financial Framework 2028–2034“ bündelt erstmals die gemeinsamen Forderungen und Handlungsvorschläge von Regionen, die gleichermaßen vor der Herausforderung stehen, stillliegende Industrie-​ und Gewerbeflächen zu reaktivieren.

Ergebnisse eines europäischen Dialogs

Das jetzt veröffentlichte Papier ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Austauschs, der im Herbst 2025 unter anderem bei der von der BMR organisierten Konferenz „Activation of Brownfields in Europe“ in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in Brüssel vorangetrieben wurde. Dort diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft erste Eckpunkte einer europäischen Strategie zur Flächenaktivierung. Diese Erkenntnisse flossen in das gemeinsame Policy Paper ein.

Zentrale Forderungen an den EU‑Finanzrahmen 2028–2034

Die beteiligten Regionen sehen im kommenden mehrjährigen Finanzrahmen der EU (2028–2034) eine entscheidende Chance, Brachflächenentwicklung stärker als bisher zu fördern. Das Papier formuliert vier konkrete Forderungen:

  1. Frühphasenfinanzierung als eigenständige Komponente:
    Gefordert wird ein europäischer Fördermechanismus, der den Erwerb, die Planung, den Rückbau und die Bodensanierung von Brachflächen unterstützt.
  2. Institutionelle Stärkung durch öffentliche Entwicklungsgesellschaften:
    Die Regionen sprechen sich für Strukturen aus, die kommunale und regionale Akteure bei komplexen Verfahren und Eigentumsfragen unterstützen.
  3. Flexibilisierung bestehender EU-Förderprogramme:
    Förderkriterien sollen künftig den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen von Flächenreaktivierungen besser entsprechen.
  4. Ein dediziertes Instrument zum Flächenankauf: 
    Damit Kommunen strategisch handeln können, soll der Flächenankauf systematisch in EU‑Programme integriert werden – ohne Anreize zu Bodenspekulation zu schaffen.

Breite europäische Unterstützung

Zu den 13 beteiligten Regionen zählen unter anderem das Ruhrgebiet, die Metropole GZM (Polen), Regionen aus Spanien, Österreich und der Tschechischen Republik sowie Partner aus Frankreich, Belgien, Griechenland und Slowenien. Sie alle eint das Ziel, brachliegende Flächen zu sichern und für neue wirtschaftliche, ökologische und städtebauliche Nutzungen zu erschließen.

„The Activation of Brownfields in the European Union: Creating New Opportunities through the Multiannual Financial Framework 2028–2034“

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Ihr Ansprechpartner zum Policy Paper.

Dmitri DomanskiProjektmanager
Strukturpolitik & Investorenservice
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